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 | Kapitel 46 - Für immer mein |
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Inzwischen zeigten die Mantras Erfolg. Naike hatte sich damit wieder beruhigen können, vorsichtig das Make-up aufgebessert und zog nun demonstrativ ihre Mundwinkel nach oben, um positive Gefühle auszulösen und das gerade Geschehene zu vergessen, so wie sie es einst in einem Seminar für Stressbewältigung gelernt hatte. Und tatsächlich, es ging ihr zunehmend besser. Schnell schlüpfte sie in ihr Kleid, steckte sich eine weiße Blüte ins Haar und ging zurück in ihr Zimmer.
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Von Nastassja war nichts mehr zu sehen, völlig still lag das Haus. Lediglich das Rascheln ihres Kleides war zu vernehmen, als sie zu ihrer Tasse griff, um die restlichen Schlücke Kakao noch schnell zu trinken, bevor der bestellte Taxifahrer läutete.
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Für die Musik bitte hier klicken.
Sie setzte sich dazu zum Glück noch kurz hin ...
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... und trank die Tasse dann in einem Zug leer.
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Ihr fiel noch auf, dass der Kakao eigenartig schmeckte - so ganz anders als zuvor ...
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... dann begann ihr plötzlich zu schwindeln, und es gelang ihr gerade noch, die Tasse wieder abzustellen ...
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... bevor sie bewusstlos in sich zusammensackte.
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Keine drei Minuten später öffnete sich leise die Tür ...
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Um elf Uhr waren alle Beteiligten pünktlich an der Inselkirche eingetroffen und es hätte eigentlich sofort losgehen können, hätte nicht die Braut gefehlt …
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"Paul, wo bleibt Naike? So lang kann das Gespräch mit dieser Frau doch unmöglich dauern", fragte Gilbert Blythe, und auch einige der anderen Gäste sahen bereits auf ihre Armbanduhren.
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"Ich versteh's auch nicht. Warte, ich rufe mal durch. Bestimmt ist sie bereits im Taxi auf dem Weg hierher."
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"Kommt unsere werte Braut jetzt endlich auch oder wurde sie bereits vor der Party entführt?", fragte Jessica ungeduldig und grinste nur mäßig über ihren eigenen schlechten Scherz. Dr. Blythe zuckte mit den Schultern, während Paul feststellen musste, dass sein Anruf weggedrückt wurde. Beim zweiten Versuch ging er direkt auf die Mailbox.
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Nicolas war weniger unruhig als langsam sauer, denn er hasste Unpünktlichkeit. Während er sich mit dem Bräutigam beriet, wie nun weiter verfahren werden sollte, näherte sich der Hochzeitsgesellschaft eine den meisten unbekannte Frau.
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"Monsieur O'Meara?" Paul sah Nastassja verständnislos an: "Was wollen Sie denn schon wieder hier?" Plötzlich fuhr ihm der Schrecken in die Glieder. "Ist etwas mit Naike??" - "Es geht ihr gut, aber sie wird nicht kommen. Mein Bruder hat sie mitgenommen." - "Was für'n Bruder?", rief Jessica empört, "und was bitte meinen Sie mit "mitgenommen"?
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"Ich bin Nastassja Tallis, Adams Schwester. Glauben Sie mir bitte, es war das einzig Richtige, was er tun konnte."
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Nathaniel starrte sie völlig verblüfft und gleichzeitig amüsiert an. Das war die sagenumwobene Nastassja Tallis, von der er schon so viel gehört hatte? Er hatte sie sich immer gänzlich anders vorgestellt, jedenfalls nicht halb so hübsch.
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"Paul, es tut mir aufrichtig Leid", sagte sie dann noch, bevor sie sich anschickte, auf dem Absatz kehrt zu machen, während Jessica eine jähe Übelkeit überkam.
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Sean konnte nicht fassen, was er da gerade gehört hatte. Seine Knie waren derart butterweich geworden, wie sie sich selbst nach einer Stunde härtesten Trainings nicht anfühlten. Doch es gab für ihn keine Gelegenheit, weiter darüber nachzudenken ...
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... denn plötzlich klappte Jessica zum Entsetzen aller Umstehenden plötzlich in sich zusammen.
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Zum Glück war Dr. Blythe gleich zur Stelle und kümmerte sich um die alte Dame, die ganz offensichtlich einen Schock erlitten hatte.
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"Juliaaa!! Maman ist mit Papa abgehauen!!!", rannte Sean zu seiner Schwester. Und alle, die bisher noch nicht den Grund von Naikes Fernbleiben mitbekommen hatten, vergaßen entgeistert, ihre Münder zu schließen, da sie nicht glauben konnten, was der kleine Junge da kundtat. Doch Nicolas nickte ihnen dann mit ernster Miene zu und bestätigte so das Desaster.
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Sean wusste nicht, ob er weinen oder lachen sollte, so sehr war er überfordert, das, was passiert war, gedanklich einzuordnen. Auch Julia war fassungslos und herzte ihren kleinen Bruder so fest sie konnte.
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Ein paar Minuten später war Jessica wieder auf den Beinen und daran, dass sie laut schimpfte, war für alle erleichternd zu erkennen, dass es wohl nur ein Schwächeanfall gewesen war. Doktor Blythe wollte sie dennoch zur Vorsicht mit ins Krankenhaus nehmen, aber dafür war sie überhaupt nicht zu haben. Während alle noch aufgeregt durcheinander schnatterten, fragte Ramon Nicolas: "Wo ist eigentlich Paul?" - "Ich habe ihn eben in die Kirche gehen sehen, Ramon", antwortete der Pfarrer und Familienfreund, der auch ein bisschen blass um die Nase war, da er so etwas in seiner Laufbahn noch nie erlebt hatte. „Wir sollten ihn jetzt erstmal allein lassen. Ich schaue aber gleich nach ihm." Ramon nickte verständig.
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Als Adam die luxemburgisch-französische Grenze erreicht hatte, war es bereits tiefe Nacht und er musste dringend tanken.
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"Hey, mein Mädchen, schläfst du immer noch?" Naike antwortete nicht und auch ein kleiner Kuss vermochte sie nicht zu wecken. Sie drehte nur kurz ihren Kopf zur Seite und murmelte Unverständliches. "Ich bin gleich wieder da, lauf nicht weg!", scherzte Adam und stieg dann aus.
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"Einmal voll tanken!", rief er im Vorbeigehen einem Mann zu, den er für einen Angestellten hielt. Der Kfz-Mechaniker fand dies zwar ziemlich dreist, immerhin war JET bekanntermaßen eine Selbstbedienungstankstelle, aber als er den glänzenden, dunkelblauen Jaguar des forschen Kunden sah, begannen seine Augen zu glänzen, und er musste ihn sich unbedingt aus der Nähe anschauen.
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Ad verschwand derweil im Shop ...
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... und hob zuerst eine höhere Summe von seinem Konto ab.
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Der Mechaniker war nicht wenig überrascht, eine schlafende Braut in dem Jaguar vorzufinden, die hin und wieder einige seltsame Laute ausstieß, während er das Auto betankte. Das kam ihm doch ein wenig merkwürdig vor.
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"Einen großen schwarzen Kaffee, bitte!", bestellte Ad derweil ...
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... als sein Blick auf eine außergewöhnliche Zeichnung an der Wand fiel, die er sofort begehrte.
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"Auf Gedeih und Verderb", dachte er halblaut. - "Bitte?" - "Ach, nichts. Sagen Sie, kann ich das Poster kaufen? Sagen wir dreißig Simoleons?" Das war mehr als großzügig, doch der Verkäufer sah seine Chance gekommen und handelte noch ein wenig mehr heraus.
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"Entschuldigen Sie, ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten", wurde Adam dann von dem Kfz-Mechaniker abgelenkt, "aber ihre Frau macht einen seltsamen Eindruck, ist alles in Ordnung mit ihr?!"
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"Ja, äh ..." - "Sie macht so merkwürdige Geräusche, erinnert mich meine Tochter im Fieberschlaf", fuhr der Angestellte fort. "Vielen Dank, aber es ist alles ok, sie ist nur müde von der Fahrt", antwortete Adam knapp ...
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... schnappte sich seinen inzwischen bereit stehenden Kaffee und hatte beim Rausgehen irgendwie das Gefühl, von den Anwesenden aufmerksam beäugt zu werden, und dies weniger im positiven Sinne. "Ach übrigens, herzlichen Glückwunsch!", rief der Tankstellen-Verkäufer aber dann noch hinter ihm her. "Danke!", entgegnete Adam erleichtert, ohne sich umzudrehen, denn offenbar war seine Vermutung, dass sie gesucht wurden, doch falsch.
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Er sah kurz nach Naike, die unverändert vor sich hinträumte, und rief dann zur Vorsicht kurz seine Schwester an, und um zu erfahren, was sich in den vergangenen Stunden auf der Insel ereignet hatte.
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"Echt? Ach, du Scheiße! Das tut mir leid. Ist sie wohl auf? - Ah, ok. Nasti, du, ich hab's eilig, wir sind noch nicht angekommen. Sag mal, ist es normal, dass sie noch nicht wieder zu Bewusstsein gekommen ist? - Ab und zu schon, ja, sie brabbelt dann irgendetwas. - Das freut mich zu hören, in Ordnung. Dann bis bald! - Und übrigens ... danke!! - Ja, wird schon!"
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Adam fiel ein, dass er das Poster vergessen hatte und ging noch einmal in den Laden, um es zu holen, aber der Verkäufer kam ihm bereits entgegen. Danach brauste mit seiner wertvollen schlummernden Fracht weiter Richtung Heimat.
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Im Morgengrauen trafen sie in einem kleinen Motel ein. "Bonjour, Monsieur, wie lange gedenken Sie zu bleiben?" - "Nur ein paar Stunden." - "Sie müssen aber eine Nacht mindestens zahlen." - "Selbstverständlich, von mir aus auch zwei, wenn es sie glücklich macht", feixte Adam und erntete einen verwunderten Blick.
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Dann unterschrieb er den Mietvertrag und ging. Draußen hob er Naike vorsichtig aus dem Sitz und trug sie in den ersten Stock zu ihrem Zimmer, wo er sie von ihrem Ungetüm von Kleid befreite, ihr vorsichtig ein mitgebrachtes Nachthemd überstreifte und sie ins Bett legte. Dann parkte er den Wagen um, schleppte das restliche Gepäck nach oben und legte sich anschließend zu ihr, um die Stunden verpassten Schlafes nachzuholen.
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Die Sonne stand bereits im Zenit, als Naike sich endlich regte …
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Adam überkam ein Schweißausbruch, denn beinahe hätte er Naikes Erwachen verpasst, da er sich unter der Dusche befand.
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"Wo … wo bin ich?", nuschelte sie verwirrt, nachdem sie sich langsam aufgesetzt hatte. "Hallo Schneewittchen", begrüßte Adam sie zärtlich, „du bist bei mir.“ Zuerst bekam sie ihre Augen kaum auf, erkannte dann aber natürlich ihr Gegenüber und hatte wieder einmal den Verdacht, sich in einem ihrer kruden Träume zu befinden.
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"Aber ... ich hab gestern doch geheiratet, wo ist Paul? Und warum ..." - "Nicht aufregen, ich kann dir alles erklären.“ Adam hatte eine selbstsichere Miene aufgesetzt und wirkte nach außen hin völlig ruhig, obwohl er innerlich in unguter Erwartung wie Espenlaub zitterte. Normalerweise flippte Naike in Momenten nicht habhafter Kontrolle gleich aus, aber noch leicht betäubt fehlte ihr die Energie dazu, und so hörte sich schweigend alles an, was ihr Ex ihr zu sagen hatte. Und das war eine ganz Menge. Aber dann …
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"Chloralhydrat?!“, platzte sie heraus. „Sagt mal, spinnt ihr völlig?? Ist das gefährlich!?" Auf Adams Stirn bildeten sich kleine Schweißperlen. "Aber nein, ganz bestimmt nicht eine einmalige Gabe in dieser geringen Menge", redete er beruhigend auf sie ein, denn er wusste, dass sie stets mit Hypochondrie zu kämpfen hatte und keinerlei Mittelchen in und an ihren Körper ließ, wenn es nicht unbedingt vonnöten war. Naike machte ein Gesicht wie Stan von Laurel & Hardy, wenn dieser nicht mehr weiter wusste, und kratzte sich nachdenklich am Kopf. "Und was soll das Ganze jetzt bitteschön?", schnaubte sie dann empört, und Adam sah sie im Geiste bereits aus dem Motelzimmer stürmen, ihn auf alle Ewigkeit verfluchend.
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Jetzt oder nie. Er atmete tief ein und sah ihr fest in die Augen. "Versprichst du mir, dass du jetzt nicht laut los schreist und deine Affen mal wenigstens für einen Moment zum Schweigen bringst?" Sie sah ihn verwundert an. "Und was, wenn nicht?!" - "Dann solltest du besser jetzt gehen." Adam ließ ihr nur wenige Sekunden für ihre Entscheidung und hielt dabei locker ihre Hände. Sie spürte die ungewöhnliche Feuchte seiner Handflächen und dass er zitterte. Als dann in ihr die Ahnung aufstieg, was jetzt kommen würde ...
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... war er auch schon vor ihr auf die Knie gesunken: "Auf Gedeih und Verderb - heirate mich!“ Und zwar jetzt sofort, Widerstand ist absolut zwecklos ... sag einfach nur Ja!"
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"Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?!"
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Und ob es ernst gemeint war. Er hatte am Tag zuvor einen wunderschönen, schlicht geschmiedeten Platin-Ring erstanden und hielt ihn ihr jetzt strahlend unter die Nase. Für eine kurze Weile, die ihm wie eine halbe Ewigkeit vorkam, sagte Naike gar nichts, und ihr Blick wechselte flirrend immer wieder von dem Ring zu seinen Augen und zurück. Dann zog sie ihren Colt aus dem Holster und feuerte gezielt auf den einzigen Affen, der es in diesem Moment noch wagte, aufzubegehren. Mit angesengtem Fell rannte er laut kreischend davon. Sie blies in den Lauf und sagte dann: "Ja!"
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Nun überkam Adam die Mimik eines Dorftrottels. "Echt jetzt?", fragte er unsicher. Hatte er wirklich richtig gehört?
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“Ja. ... JA, VERDAMMT!!!"
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"In dem braunen Koffer dort drüben ist alles, was du brauchst, außer dem Brautstrauß, der wird gleich gebracht. Bitte mach dich fertig, ja?! Ich will, dass du deine Haare streng zusammenbindest und den roten Lippenstift zu dem Kleid trägst." - "Aber ich hab’ meine Kosmetika gar nicht dabei!" - "Ist alles da, du wirst nichts vermissen, circa eine Stunde haben wir noch Zeit." Mit diesen Worten schob er sie ins Badezimmer.
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Als Naike sich selbst ins Gesicht sah, dachte sie an Paul. Sie musste ihn anrufen. Ihr Handy, das Adam ebenfalls mitgenommen hatte, lag auf einem der Nachttische und sie griff danach. Es war funktionstüchtig, lediglich ausgestellt.
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Einsilbig war er gewesen. Aber Paul hatte sie tatsächlich ziehen lassen, was sie sehr erleichtert hatte, denn ansonsten hätte sie das, was nun auf sie zukommen sollte, niemals voll genießen können. Verrückte Welt, dachte sie während eines angenehmen Sprudelbades, verbot sich aber weitere Überlegungen, insbesondere jegliche Gedanken über die Zukunft. Es war auch eh weit und breit kein Affe mehr zu sehen. Entspannt legte sie ihren Kopf in den Nacken und beschloss, sich ab jetzt einfach nur noch überraschen zu lassen.
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Langsam trat sie aus dem Motelzimmer, schritt den Gang entlang und hielt vor der Tür nach draußen noch einmal kurz inne. Da stand der Mann, den sie über alles liebte, und wartete geduldig auf sie …
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Kapitel 45 - Kalte Füße Kapitel 47 - Erfüllung
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