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 | Kapitel 31 - Bis(s) in alle Ewigkeit |
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Naike kletterte in heller Panik die Leiter des Dachbodens herunter und wollte gerade die Polizei benachrichtigen, als sie in der Küche einen Brief fand:
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Sie wankte benommen zum Küchentisch und sank auf einem der Stühle nieder.
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Nur zwei Tage später war es bereits soweit, ihr wurde eine gerichtliche Vorladung zugestellt. Neben der Vaterschaftsklage hatte sie zusätzlich noch eine Anzeige wegen Verführung Minderjähriger am Hals. Ramon hatte es nur schweren Herzens getan, weil er das Stelldichein von damals eigentlich nicht bereute, aber da Sean bereits ein Jahr alt war, war es für die Behörden sowieso klar, dass er zum Zeitpunkt einer potentiellen Zeugung noch unter achtzehn Jahren gewesen war, und dies verstieß nun mal gegen geltendes Gesetz. Pünktlich um zehn Uhr traf sie mit Sean zur Verhandlung ein, Paul kam separat direkt aus der Kaserne.
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"Hier kommen wir leider nicht hoch, Schatz", murmelte Naike empört über den schlechten Zugang zum Gerichtsgebäude. Doch da erschien auch schon Doktor Blythe am oberen Treppenabsatz, begrüßte sie mit einem bedauernden Ausdruck im Gesicht und trug Seans Kinderwagen die steile Treppe hinauf.
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Die Verhandlung wurde von Richter Dr. Martin geleitet, einem älteren, sehr erfahrenen Juristen. Als Naike in den Verhandlungsraum kam, winkte er sie zu einem Seitenplatz, dann räusperte er sich laut: "Ich darf um Ruhe bitten, meine Herrschaften." Er blätterte seelenruhig in der dünnen Akte, die auf seinem Tisch lag und kratzte sich nachdenklich am Kinn.
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"Also, hiermit ist die Verhandlung eröffnet. Es geht um eine Klage auf Vaterschaft und eine wegen Verführung Minderjähriger. Ich werde jetzt erstmal die Anwesenheit feststellen. Hauptkläger Professor Doktor Adam Richard Tallis, wohnhaft Simlane 6?"
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"Anwesend!", erhob sich dieser kurz. "Nebenkläger Joseph Richard Tallis, wohnhaft ebenfalls Simlane 6?"
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Auch er stand auf. "Hier!"
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"Nebenkläger Kommandant Paul Shane O'Meara, wohnhaft Simlane 10?" - "General, Euer Ehren, ich bin soeben befördert worden." - "Oh ja, ich sehe, meinen herzlichen Glückwünsch! Aber nehmen Sie bitte trotzdem ihre Kopfbedeckung ab." - "Selbstverständlich. Entschuldigung!", murmelte Paul und nahm wieder Platz.
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Und dann fehlt uns noch Nebenkläger Ramon Alejandro Alvarez, Sie sind aus Übersee gekommen, richtig?!"
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Ramon erhob sich ebenfalls und bestätigte nickend.
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"Die Angeklagte, Kommandantin Naike Susanne Le Normand, wohnhaft Simlane 10?" - "Ja, hier", antwortete sie kleinlaut. "Dann kommen Sie doch bitte gleich mal direkt zu mir nach vorne."
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Naike wackelte, wie ihr geheißen, vor den Richtertisch. "Ach so, und Dr. Blythe möchte ich noch begrüßen, schon mal vielen Dank für ihren Einsatz, haben sie die Ergebnisse dabei?" - "Ja, bereits eingereicht!", bestätigte Gilbert, und nun schaute Richter Martin noch einmal geschlagene fünf Minuten, die allen Beteiligten wie eine Ewigkeit vorkamen, durch seine Akte und murmelte Unverständliches. "Also, zuerst die Sache mit dem jungen Mann. Fräulein Le Normand, Sie wissen, worum es geht?" Naike nickte und fühlte sich so schwach, dass sie sich sehnlichst einen Stuhl herbei wünschte. "Leugnen Sie die Tat?" Sie verneinte matt. Mit den Worten "Gut, dann haben wir es ja leicht", erhob sich der Richter: "Im Namen des Volkes, verurteile ich Sie hiermit wegen Verführung Minderjähriger in einem Fall zu einer Geldstrafe von fünftausend Simoleons zuzüglich Gerichtsgebühren."
Alle atmeten erleichtert auf, denn das war ein durchaus mildes Urteil. Dann setzte sich Dr. Martin wieder. "Noch ein wenig Ergänzendes zur Erklärung: Normalerweise verhängen wir für eine solche Tat eine Gefängnisstrafe, je nach Art des Vergehens mit oder ohne Bewährung. Mildernd hat sich hier in ihrem Falle ausgewirkt, Fräulein Le Normand, dass sie a) eine Frau und Mutter eines Kleinkindes sind, b) Herr Alvarez zum Zeitpunkt der Tat kein Kind mehr war, sondern zumindest fast volljährig, c) Sie laut Angabe von Herrn Alvarez beide aufgrund von Alkoholeinfluss nicht vollständig Herr ihrer Sinne waren und d) Herr Alvarez ebenfalls eigenen Angaben nach nicht zu Schaden gekommen ist. Sie können sich jetzt wieder setzen." Naike schlich zu ihrem Platz zurück, nicht ohne einen dankbaren Blick zu Ramon zu werfen, der ihr freundlich zuzwinkerte. Fünftausend Simoleons waren ein Batzen Geld, aber im Gegensatz zu einer Haft als Strafe definitiv ein Riesenglück.
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"Aber nun zu der deutlich brisanteren Klage auf Vaterschaft. Ihr wurde bereits stattgegeben und die Untersuchungen sind abgeschlossen. Bitte erheben Sie sich, ich verlese nun die Ergebnisse." Nach lautem Quietschen der Stühle, als sich alle erhoben hatten, war es im Gerichtssaal so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Bis auf Sean, der, wie bereits in den vergangenen Tagen wiederholt, plötzlich fröhlich "Hatte bennt!" in die Stille hinein zu seiner Mama sagte, die ihn auf dem Arm trug. Naike nickte bestätigend, küsste ihn liebevoll auf seine kleine warme Wange und konnte sich vor Aufregung kaum ruhig halten.
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"Fangen wir mit Ihnen an, Herr Alvarez, begann Richter Martin und sah Ramon wohlwollend an. Der Test hat ergeben, dass Sie zu 99,99 Prozent nicht der Vater des Jungen Sean Le Normand sind, worüber ich mich - wenn ich mir diese persönliche Bemerkung erlauben darf - sehr erfreut bin. "Vielen Dank“, sagte Ramon, und eine schwere Last fiel von seinem Herzen. Und auch bei Naike hätte man den ersten Stein plumpsen hören können, hätte man in diesem Moment an ihrem Herzen gehorcht.
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"Herr Joseph Tallis?" - "Ja, Euer Ehren?" Laut Testergebnis sind auch Sie zu 99,99 % nicht der Vater von Sean Le Normand."
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Joseph schnappte nach Luft, atmete dann einmal tief durch und nickte erleichtert zu den anderen hinüber.
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Naike hatte sich hinsetzen müssen, was der Richter aufgrund der Brisanz der Situation ausnahmsweise gestattete.
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"Herr General O'Meara?"
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"Ja, Euer Ehren?", sagte Paul erstaunlich ruhig ...
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... während Adam mit aller Kraft seinen Hintern zusammenkniff, um sich nicht in die Hose machen, und seine Atmung für den Moment gänzlich eingestellt hatte. Richter Martin zögerte einen Moment, denn er war sich bewusst, dass er mit seinen nächsten Worten den weiteren Gang mehrerer Leben - im positiven oder negativen Sinne - beeinflussen würde. "General O'Meara, Sie sind mit 99,99%iger Wahrscheinlichkeit ...
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"General O'Meara ... dem Testergebnis nach, sind Sie zu 99,99 Prozent nicht der Vater des Sohnes von Kommandantin Fräulein Naike Le Normand. Meinen Glückwunsch, Herr Prof. Dr. Tallis, und machen sie das Beste draus!", mahnte Richter Martin ernst, aber wohlwollend. "Sollten Sie auch das Sorgerecht einklagen wollen, sähen wir uns noch einmal wieder. Ich würde mir aber wünschen, dass Sie das unter sich klären können. Die Sitzung ist hiermit geschlossen, ich wünsche Ihnen alle Gute!"
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Von Paul war keine deutliche Reaktion wahrzunehmen. Ramon nahm ihn kurz beiseite und legte ihm aufmunternd seine Hand auf die inzwischen hoch dekorierte Schulter.
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Adam strahlte über sein ganzes Gesicht und hätte beinahe doch noch in die Hose gemacht, als ihn sein Bruder anerkennend mit Wucht auf den Rücken klopfte.
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Naike hatte im Moment der Verkündigung kurz aufgejault wie ein getretener Hund, was für Richter Martin schwer zu deuten gewesen war ...
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... hatte aber zum Glück gleich Gilbert neben sich, der sie liebevoll in den Arm nahm und für den Moment einfach nur schweigend stützte.
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"Mannomann, dann bin ich ja jetzt offiziell ein echter Onkel, nicht wahr?!", freute sich Joe. "Ja, und wir haben einen Stammhalter. Sean ist ein echter Tallis, ich habe gleich gewußt!", sagte Adam überglücklich.
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"Aber er ist nur von deinem Blut, deinen Namen trägt er nicht!", gab sein Bruder zu bedenken.
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"Noch nicht!", sagte Adam seiner Sache sicher, und Sean zupfte fröhlich an seines Vaters Kragen.
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Naike hatte sich inzwischen wieder berappelt und wusste in diesem Moment weder genau was sie fühlte, noch was sie denken sollte.
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Jetzt konnte sie plötzlich auch die große Ähnlichkeit zwischen Vater und Sohn erkennen, die sie sich vorher geweigert hatte wahrzunehmen. Sie nickte Adam nur kurz zu und ging dann an den Tallis-Brüdern vorbei zu Paul.
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"Und was jetzt? Wie soll es jetzt weitergehen? Was ist mit dem Sorgerecht?", wollte Joseph wissen. "Ich hab' keine Ahnung, das werden wir schon irgendwie klären."
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"Es tut mir leid, Paul, ich hätte nicht warten dürfen. Ich verstehe sehr gut, wenn du jetzt ..." Paul unterbrach seine Freundin: "Naike, ich muss dir etwas sagen."
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"Ich wusste von Anfang an, dass Sean nicht mein Sohn ist. Weißt du, ich hatte als Teenager eine Virus-Infektion, Parotitis epidemica, du kennst sie sicher unter der Bezeichnung Mumps. Es gab Komplikationen und ich wurde infolgedessen steril." Naike hörte Paul regungslos mit weit geöffneten Augen zu. "Später habe ich geheiratet, aber meine Frau reichte nach drei Jahren die Scheidung ein, als wir erfuhren, dass wir keine Kinder haben werden. Ich habe sie sehr geliebt. Und dann traf ich eine Weile später dich und es stellte sich so schnell heraus, dass du schwanger bist, wie ich gar nicht gucken konnte. Ich stellte ein paar Nachforschungen an und ermittelte Adam Tallis als einzigen wahrscheinlichen Vater. Näheres von deinen Beziehungen zu Joe und Ramon wusste ich jedoch bis vor ein paar Tagen nicht."
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Adam und Joe hatten alles im Hintergrund mitbekommen und sahen sich ernst an. "Paul", rief Naike aufgebracht, "… bist du etwa nur bei mir eingezogen, um an eine Familie zu kommen???" - "Nein, Liebling, so darfst du das nicht sehen. Sicher habe ich an die Zukunft gedacht, du ja augenscheinlich auch, aber ich hatte mich wirklich ernsthaft in dich verliebt, sonst hätte ich anders entschieden." Naike wusste nicht so recht, was sie dazu sagen sollte, aber dann schoss ihr etwas blitzartig in den Sinn. "Und du hast Adam mit Absicht so oft eingeladen, damit er möglichst bei der Geburt dabei ist und auch sonst viel Umgang mit dem Kind hat??" Paul nickte bestätigend und jetzt fielen Naike etliche von Pauls Reaktionen der vergangenen Monate ein, deren Sinn ihr nun schlagartig klar wurde.
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Paul, ich ...", kam nun auch Adam sichtlich aufgewühlt hinzu. "Er sieht dir wirklich unheimlich ähnlich, Adam, ich beneide dich. - Ich geh' dann schon mal mit den anderen raus, ihr habt euch sicher noch einiges zu sagen", sagte Paul leise und verließ zusammen mit Dr. Blythe, Ramon und Joseph den Gerichtssaal.
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"Was machen die denn jetzt noch da drin?", fragte Ramon, "ich hab' Kohldampf!"
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"Sie werden gleich schon kommen, lassen wir sie mal einen Augenblick alleine", sagte Dr. Blythe.
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Sean war aufgrund der vielen unbekannten Eindrücke des Vormittags inzwischen hundemüde geworden.
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"Komm', gib ihn mir, der kleine Mann muss ins Bett."
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"Er ist wundervoll, nicht wahr?!" - "Ja, er wird eines Tages genauso unwiderstehlich sein wie du, Adam. Ich hoffe nur sehr, dass er dein Temperament nicht geerbt hat." - "Du bist aber auch manchmal ziemlich aufbrausend." - "Stimmt. Dann hoffen wir mal, dass sich die friedfertigen Gene irgendeines anderen unserer Ahnen durchsetzen werden." - "Naike?" – „Hm?" - "Heirate mich!", sagte Adam plötzlich. "Meine Familie hat ein wunderschönes Haus in Frankreich mit einem riesigen Grundbesitz, sogar mit einer kleinen Kirche in fast unberührter Natur, ich möchte mit euch beiden dort leben." Naikes Affen waren ausnahmsweise einmal derart überrascht, dass sie nicht hineinquatschen konnten. Nach einer langen, stillen Pause sagte sie: "Ich kann nicht aus der Simlane weg, Ad, ich erkläre dir irgendwann einmal warum. Und ich möchte dich auch nicht heiraten, sondern dass alles so bleibt wie es ist." Adams Augen schimmerten feucht. "Du meinst, dass ich dich bis in alle Ewigkeit ab und zu irgendwohin verschleppe und ..."
Sie sahen sich an und dann kam er ihr sehr nahe und knöpfte den Kragen ihrer Bluse auf. Er legte seinen Kopf zur Seite, leckte zuerst über ihren Halsansatz und biss dann langsam mit zunehmender Intensität in ihren weißen Nacken, bis seine Zähne einen tiefen Abdruck in ihrer Haut hinterließen. Dann ließ er wieder von ihr ab und hielt ihr den seinen entgegen. Zuerst zögerte sie einen Moment, doch dann löste sie geschickt mit nur einer Hand seinen Krawattenknoten und tat es ihm gleich, bis er aufstöhnte. Sean war auf dem Arm seiner Mutter eingeschlafen und bekam nicht mit, wie sich seine Eltern ganz still und leise wie berauscht küssten.
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Nachdenklich lag die junge Mutter auf ihrem Bett, als ihr Lebensgefährte ins Zimmer trat. "Es tut mir leid, Paul", sagte sie sofort. "Mir auch. Wir hätten von Anfang an ehrlich zueinander sein sollen." - "Manchmal passt es halt einfach nicht." - "Stimmt."
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„Wirst du jetzt ausziehen?", fragte sie dann resigniert. "Wieso ausziehen? Willst du wirklich, dass ich gehe?", erwiderte Paul erschrocken. "Nein, keineswegs, ich dacht nur, du ..."
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Plötzlich kniete er sich in vollendeter Haltung vor ihr nieder und überreichte ihr einen wunderschönen Verlobungsring. "Kommandantin Naike Le Normand, möchtest du meine Frau werden?"
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Naikes Affen hatten an diesem Tag eindeutig nichts zu melden, schon wieder waren sie matt gesetzt. Und deshalb nutzte sie die Chance der frei gewählten Entscheidung ...
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... ließ sich von Paul den Ring an ihren Finger streifen und nahm damit seinen Antrag an.
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"Ich liebe dich und Sean, vergiss das nie, hörst du!" - "Und ich liebe Sie auch, Herr General!", sagte Naike zärtlich, denn sie hatte ihrem nun Verlobten bisher noch nicht zu seinem beruflichen Erfolg gratulieren können. Und mit einem innigen Kuss legten sie dann den Grundstein für ein harmonisches Familienleben.
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Am nächsten Morgen erlebte die Simlane einen erheblichen Lärm, denn General O'Meara wurde das erste Mal standesgemäß mit einem Hubschrauber abgeholt.
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Naike hatte sich und ihren kleinen Sohn extra warm angezogen, um das Spektakel live vor der Tür miterleben zu können. "Papa Hutsssauber", sagte Sean und seine Mama war heilfroh, dass er etwas Neues gelernt hatte und nicht mehr dauernd nur "hatte bennt" sagte.
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"Guten Morgen, Herr General! Meinen herzlichsten Glückwunsch zu Ihrer Beförderung!" – „Vielen Dank! Und verlobt bin ich nun auch", strahlte Paul. Patrizia staunte: "Wow! Dann hatten Sie ja gestern einen Glückstag!" Er nickte lächelnd und sagte: "Ich wusste gar nicht, dass Sie auch fliegen können?!" - "Habe ich auch länger nicht mehr, aber keine Sorge, ich kann es noch. Die meisten Hubschrauber wurden bereits stationiert, dies hier ist einer der letzten bisher daheim gebliebenen." - " Es sieht nicht gut aus, hm?" Patrizia sah ihren Vorgesetzten besorgt an. "Nein, nicht wirklich - ich denke wir könnten in eine haarige Situation geraten."
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Kapitel 30 - Der Mensch denkt, Gott lenkt Kapitel 32 - Das kleine Bündel
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