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 | Kapitel 48 - Symbiosis |
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"Wo sind wir hier? Wo bringst du mich hin?" - "Wieder zwei Fragen zuviel, meine Liebe. Warte ab, du wirst es schon sehen."
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Mindestens eine halbe Stunde lang waren sie bereits durch den Wald gelaufen, zum Glück hatte Adam seine Braut zuvor mit festem Schuhwerk ausgestattet und ihr Festtagspaar den gesamten Weg in seiner Hand getragen. "Siehst du die Hütte dort oben? Wir sind jetzt da!"
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"Aber was tun wir hier? Hier ist doch keine Menschenseele", jammerte Naike, die sich für ihre Hochzeitsnacht eigentlich lieber ein komfortables Hotelzimmer gewünscht hatte. "Du bist unverbesserlich, weißt du das?! Sag jetzt bitte nichts mehr und lass dich einfach ohne jegliche Erwartung auf alles ein." Nun gab Adam ihr keine Chance mehr zu quengeln, sondern hob sie sich einfach mit einem geschickten Griff über seine Schulter und stapfte das letzte Stück bis zur Hütte gemeinsam mit seiner süßen Last die Anhöhe hinauf, um sie erst hinter der Türschwelle wieder abzusetzen.
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Und dann war jemand ziemlich überrascht, denn statt in einer kargen Blockhütte, stand sie nämlich nun in einem geräumigen Raum ...
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... den Adam umgehend erhellte. "Na, fürchterliche Vorahnung eingetreten?" - "Nein", lachte Naike und schämte sich, aber die gruselige Prophezeiung steckte ihr einfach noch immer in ihren Knochen. "Hier werden wir vorerst bleiben", erklärte er dann feierlich und bat seine Angetraute anschließend um ihr Handy. Sie gab es ihm mit fragendem Blick, er nahm mit einem gezielten Griff den Akku heraus und steckte ihn in seine Hosentasche. Dann gab er ihr das Gerät zurück. "Keinerlei Störungen erlaubt, du verstehst?!" Naike nickte unbehaglich, was sollte das denn jetzt? Aber sie durfte ja nichts mehr fragen. Während Adam anschließend im Obergeschoss verschwand, um, wie er sagte, ein paar Vorbereitungen zu treffen, sah sie sich ein wenig um.
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Die Hütte verfügte über ein kleines gepflegtes Bad, eine voll ausgestattete Küche ...
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... und einen gemütlichen Wohnraum. Sie legte sich für einen Moment aufs Sofa und ruhte sich ein wenig vom strammen Spaziergang aus. Doch richtig entspannen konnte sie nicht, da ihre Gedanken um den fehlenden Akku kreisten. Sie stand wieder auf und ging zu dem altmodischen Telefon, das auf einem kleinen Tischchen an der Wand stand und griff zum Hörer.
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Doch ihr Wählversuch schlug fehl, denn die Leitung war mausetot. "Naike!!", rief Adam in diesem Moment von oben, "du kannst jetzt kommen!!" Mit einem unangenehmen Grummeln im Magen und weichen Knien schritt sie die knarrenden Holzstufen hinauf und fürchtete sich in diesem Moment vor ihrem eigenen Ehemann. Hatte sie wirklich das Richtige getan? Der Affe mit dem versengten Fell hatte sich erholt und lugte nun vorsichtig aus einer Ecke hervor, ob die Luft wieder rein war …
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Naikes Furcht war jedoch völlig unbegründet. Oben am Treppenabsatz streckte sich ihr eine große, warme Hand entgegen und ihr Besitzer lächelte sie so liebevoll an, dass sie sich sogleich für ihre dummen Gedanken schollt. Vor ihren Augen tat sich ein kleines Paradies auf, als sie in das geräumige Dachzimmer trat, das lediglich von einem leise knisternden Kaminfeuer und ein paar versteckten Spots erhellt wurde. Wie hatte sie sich bloß zuvor ein schnödes Hotelzimmer wünschen können?
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"Oh, mein Gott - was ist das denn?" - "Ich nehme das jetzt mal nicht als echte Frage, ok?! Oder wir führen ab jetzt ein Credit-System ein, bei dem du für jede Frage etwas bezahlen musst", grinste Adam, während er eine Champagnerflasche köpfte.
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"Auf uns, mein Weib! Und auf dass du mir jetzt für ewig treu bleibst." - "Das hatte ich eigentlich nicht vor", sagte Naike und sah ihren Mann herausfordernd an. "Musst du auch nicht", entgegnete Adam, "mir ist nur wichtig, dass ich für dich immer an erster Stelle stehe und du mir stets treu im Herzen bleibst. Und es wäre schon schön, wenn ich dich wenigstens nicht dauernd aus Joes, Pauls oder sonst wem sein Bett herausholen müsste. "Schmarrn", lachte Naike und dann stießen sie auf ihre gemeinsame Zukunft an.
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"Trink’ bitte nicht zuviel von dem Zeug, ich hab noch was ganz anderes." - "Was könnte besser sein als Champagner?" - "Bling, ein Credit!", rief Adam und Naike biss sich schnell grinsend auf die Lippe, denn wer wusste schon, was sie bei mehreren Strafzettelchen dieser Sorte nachher noch bezahlen musste?
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"Hier, probiere das mal!" - "Iiiih, das ist ja grün!" - "Na los, runter damit!" - "Ädäääm, das ist doch nicht etwa ..." - "Ha, erwischt! Ein Credit!" Naike begann bereits vor dem Konsum des seltsamen Getränks zu kichern, wie mochte es wohl erst danach aussehen?
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"Hm, gar nicht übel, wenn auch ziemlich absonderlich im Geschmack - Anis oder sowas? Brennt verdammt heiß in der Kehle."
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Plötzlich durchzuckte sie eine Art Blitz. "Holla!! Ist das ein Aphrodisiakum oder was?!"
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Adam entging die Austeilung eines weiteren Credits, weil er sich inzwischen selbst einige Schlücke einverleibt hatte. Und seinem etwas seltsamen Gesichtsausdruck nach, zeigten sie bei ihm die gleiche Wirkung.
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"Was ist das für ein Teufelszeug?", wollte Naike nun aber unbedingt wissen. "Absinth natürlich, es ist Absinth!!", rief Adam plötzlich laut johlend und begann sie kräftig zu kitzeln. "Ha, und ein weiterer Credit für die Dame des Hauses! Jetzt gibt's Ärger!" - "Uuahh, hör auf!", quietschte Naike und versuchte, den Spieß umzudrehen. "Doch plötzlich hielt Adam wieder inne. „Du, guck mal - da auf der Flasche, da sitzt die grüne Fee!" Naike konnte beim besten Willen keine Fee entdecken und lachte ihren Mann aus, womit sie natürlich noch derbere Angriffe provozierte, während besagte kleine grüne Fee das kreischende Pärchen amüsiert kichernd beobachtete.
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Sie hatten in der darauf folgenden Viertelstunde noch ein wenig mehr Absinth getrunken, aber dabei schlussendlich zu einer ganz anderen Stimmung gefunden und sich schließlich ein wenig erschöpft, aber sehr glücklich auf das große Bett fallen lassen.
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Sie streiften sich gegenseitig bedächtig die Festtagskleider ab, genossen die stille, völlig ungestörte Zweisamkeit, und Naike hatte endlich zumindest vorerst keine Fragen mehr.
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"Alles nach deinen Wünschen?" - "Fast alles nach meinem Wünschen", bestätigte sie nach kurzem Zögern. "Fast nur? Habe ich Dummer etwa Diamanten und Pelze vergessen?" - "Seit wann brauche ich sowas?" - "Na, ich rate ja nur, weil irgendetwas scheint dir ja zu fehlen."
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Er wusste natürlich, was sie meinte, zog sie vom Bett herunter zum Kamin und dann ganz nah zu sich heran, wobei er ihr das Haar löste. "Gleich, ja ..."
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"… wenn wir verheiratet sind", flüsterte er ihr dann ins Ohr. Naike stutzte. "Aber wir sind doch ..." Adam holte sein Jackett, das achtlos in einer Ecke gelandet war, und zog aus dessen Innentasche ein Tuch, welches wirkte, als würde es irgendetwas Größeres verbergen.
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Naike quiekte entsetzt auf, als sie sah, was er nun vorsichtig auswickelte.
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"Bist du bescheuert???" - "Ein Credit." - "Ach, jetzt lass endlich den Scheiß mit den Credits, ich will wissen, was du mit dem verdammten Messer willst?!!" - "Keine Sorge, du wirst jetzt nicht sterben durch meine Hand, aber ich habe etwas zu tun, das alle meine Ahnen taten, wenn sie sich vermählten. Ich erkläre dir jetzt genau, worum es geht." Und das tat er dann auch, und seine Braut begriff, dass es wohl so sein musste. "Bist du eigentlich ... also, ähem ... bist du vollständig gesund?", fragte sie dann vorsichtig. "Die Frage braucht dir nicht peinlich sein. Natürlich, ich war kurz nach dem Krieg noch beim Militärarzt und danach gab es niemanden, von dem ich mir etwas hätte holen können. Und du?" - "Keiner außer Paul, und der war natürlich auch zig mal zur Untersuchung nach seiner Rückkehr." - "Na, dann." - "Ich las, dass du Blutgruppe A positiv hast", schob Naike noch hinterher. "Auf der Erkennungsmarke?" - "Ja, genau. Ich übrigens auch." - "Bestens, dann kannst du mir ja spenden, wenn ich hier jetzt gleich liege", grinste Adam. Aber dann wurde er wieder ernst und strich mit einem in Cognac getränkten Tuch über ihre Haut.
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Zuerst hatte sie das Gefühl, die Augen schließen zu müssen, als er die Klinge an ihrem rechten Unterarm ansetzte. Aber dann konnte sie doch nicht anders als hinzuschauen, wie er ihn behutsam ungefähr zwei Zentimeter lang einritze und langsam mehr und mehr hellrotes Blut aus der entstandenen Wunde sickerte. Der Schmerz hatte sich in Grenzen gehalten, deshalb ertrug sie auch den zweiten Schnitt am anderen Arm relativ gleichmütig.
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Nun war sie an der Reihe, was ihr deutlich schwerer fiel. Adam wurde ein wenig mulmig zumute, als er sah, wie die Klinge in ihrer führenden rechten Hand zitterte. Aber sie riss sich am Riemen und führte die rituelle Handlung ebenso exakt aus wie er. Dann gab sie ihm das Messer zurück. Er tat es vorsichtig zur Seite, dann legten sie ihre Wunden aufeinander, hoben ihre Arme und Adam sprach einen Eid auf Spanisch, den sie ihm anschließend auf Deutsch noch einmal nachsprach, weil sie des Spanischen nicht mächtig war. Das Paar verharrte noch einen Moment in Stille, bevor es sich wieder trennte. "Hast du ein Tuch?" - "Klar", lächelte Adam und leckte ihr genussvoll die vermischten Lebenssäfte von beiden Armen, was sie gehörig in Wallung versetzte. Sie tat es ihm gleich ...
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... und dann besiegelten sie den ewigen Bund mit einem innigen Kuss …
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... der ihrer beider Wunsch nach völliger Verschmelzung ins beinahe Unermessliche steigerte.
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Doch Adam ließ sich diesmal so viel Zeit wie nie zuvor, zog sie zuerst wieder auf den Teppich vor dem wärmenden Kaminfeuer und sah sich jede noch so winzige Stelle ihres Körpers ausgiebig an. Er streichelte mal hier und mal dort und säuberte noch einmal ihre Wunden, deren Blutungen inzwischen zum Stillstand gekommen waren.
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Wie ein allererstes Mal fühlte es sich an, als er langsam in sie eindrang, und irgendwie war es das ja auch. Er schlang seine Arme um ihren Rücken, hob sie vorsichtig in den Stand ...
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... und trug sie behutsam hinüber zur weichen Lagerstatt, wo sie sich endlich ganz und gar einander hingaben.
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Es war bereits weit nach Mitternacht, als das Feuer langsam erlosch und sie eng ineinander verschlungen einschliefen.
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"Guten Morgen, da bist du ja! Dachte schon, du seiest geflüchtet", zwinkerte Adam. "Hab’ uns was Feines zum Frühstück gemacht."
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"Danke, Ad, das ist sehr lieb von dir, hab' auch Hunger wie ein Wolf! Was machen wir denn heute eigentlich?" - "Wir bleiben vorerst hier, drei Tage und drei Nächte." - "Na, dann hoffe ich mal, dass du ein Monopoly im Haus hast", lachte Naike frech, "damit ich mich nicht furchtbar langweile."
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"So, du verbindest deinen Ehemann also mit Langweile?" Er nestelte an ihrem Gürtel, zog ihr den Bademantel aus und ließ sie zur Strafe für ihre freche Antwort nackt frühstücken.
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"Sag mal, woher hast du eigentlich die Gabe, immer alles passend zu kaufen?" - "Aufmerksamkeit und gutes Augenmaß", erklärte Adam und Naike bemerkte, dass sie sich nur ein ganz kleines bisschen verbiegen musste, um die Verselbständigung des primären Geschlechtsmerkmales ihre Gatten auszulösen.
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"Uff", schnaubte er, "und das gleich nach einem so üppigen Frühstück!"
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"Selber Schuld, wenn du mich so verpackst", grinste Naike voller Vorfreude. "Dann ziehen wir es am besten ganz schnell wieder aus!", grinste er zurück und begann sogleich mit eifriger Nestelei.
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Als sie sich ihm gerade an den Hals werfen wollte, hielt er jedoch inne, zog seine Hände zurück und lief zu ihrem Erstaunen nach unten, um anschließend mit einer klapprigen Staffelei wieder im Schlafzimmer zu erscheinen. Die folgende Stunde verbrachte er mit Malen und langsam begann Naike trotz des Kaminfeuers zu frieren, da sie sich kaum bewegen durfte.
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"Wie lange dauert das noch, Meister Leonardo, hm? Kann ich nicht wenigstens mal kurz gucken?" - "Geduld bitte, nur noch ein paar Striche!"
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Wie jeder Sim mit zehn Kreativitätspunkten, konnte Adam fotorealistisch malen. Naike stutzte, denn ihr Portrait sah ihr fast beängstigend ähnlich. Adam stellte die Staffelei mit dem fertigen Bild beiseite, nahm ihr den Zigarillo aus dem Mund, zog einmal kräftig daran und warf ihn anschließend ins Feuer. Dann küsste er seine Frau sanft. "Du hast dich irgendwie verändert, kann das sein, Ad?" - "Inwiefern?" - "Na, du bist ... irgendwie ... nun ja, so lieb halt." - "Ist das gut oder schlecht?" Naike druckste herum. "Eigentlich gut." - "Eigentlich? Sag mal, warum sagst du nie einfach gerade heraus, was du willst, wenn wir zusammen sind? Kannste doch in anderen Dingen auch", wunderte er sich. Sie zuckte verlegen mit den Schultern. "Und abwarten kannst du auch mal wieder nicht", stellte er fest und schüttelte den Kopf, als ob er sich tatsächlich darüber ärgerte. Dann kam er so nah an sie heran, dass sich ihre Nasen anstießen, griff ihr ins Haar, zog ihren Kopf daran kräftig zur Seite und steckte ihr seine Zunge tief in den Hals, um sie sogleich wieder von sich zu stoßen. "Also gut. Du bleibst jetzt hier, bis ich wieder komme. Rühr dich nicht von der Stelle, hast du gehört?!", befahl er barsch. Und mit diesen Worten ging er nach unten, verließ das Haus und ließ sich ihr schier endlos vorkommende drei Stunden nicht mehr blicken.
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Nach seiner Rückkehr hatte Adam seine Frau gemütlich in eine Decke gekuschelt im Wohnzimmer bei Fernsehen, Champagner vom Vortag und knusprigen Keksen vorgefunden. Er war hingegangen, hatte das Fernsehkabel aus der Steckdose gerissen und sie die Treppe hoch gezerrt, denn sich nicht von der Stelle zu rühren, sah in seinen Augen gänzlich anders aus.
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Genussvoll fuhr er nun über ihre helle weiche Haut. Mal hier, mal dort, stets unvorhersehbar bestimmte er den Ort.
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"Du bist der einzige Mensch, der mir vertraut, nicht wahr?!", flüsterte er und verhinderte mit dem Druck seiner Hände jegliche Möglichkeit einer Antwort.
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"Schade, dass Sean jetzt nicht hier ist, das würde ihm bestimmt Spaß machen ..."
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"Die Dinger sind aber auch köstlich!", stellte Adam kauend fest, der sonst eher wenig für Süßigkeiten übrig hatte, und steckte sich gleich noch weitere Marshmallows auf seinen Stecken.
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"Ach, weißt du, ich bin ganz froh, dass ich mal nicht die ganze Truppe um mich herum habe." - "Da hast auch wieder Recht, meine Leute sind ja noch schlimmer, dauernd fliegt die Tür auf und Milo kreischt nachts herum." - "Ähem ... apropos ..." - "Ja, ich weiß schon, wen du meinst: Joe, die Sau!", sagte Adam seufzend, aber erstaunlich liebevoll. "Du glaubst nicht, wie erleichtert ich war, als die Sache aufflog." - "Interessante Einstellung", kommentierte Naike. "Ach ja. Eva ist echt süß, weißt du, aber sie forderte mich einfach nicht. Ich mag nicht den ganzen Tag über Klamotten reden oder mich bei irgendwelchen Modeschauen langweilen. Na ja, und dann jetzt das ganze Fläschchen-Windel-Gedöns - muss echt nicht sein." Naike verstand ihn sehr gut, freute sich aber nicht gerade über die letztere Bemerkung.
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"Hallihallo?! Jaaa, so lasse ich mir das gefallen ...
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... ein wenig tiefer beugen noch, bitte!"
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Seit bereits mehr als drei Tagen und drei Nächten waren sie jetzt ununterbrochen auf der Hütte. Naike knurrte, denn sie war müde und langsam auch ein wenig überfordert von den dauernden Überraschungen ihres Ehemanns.
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"Das will ich jetzt jeden Morgen so!", forderte er freudig und kniff ihr leidenschaftlich in den Hintern.
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"Sachte, Ad, sachte! Ich werde ganz bestimmt nicht ohne Höschen daheim herumlaufen und jetzt rate mal warum!" Er seufzte gespielt und stimmte einen Klagereim auf das Leben an, als es plötzlich in der Küche zu stinken begann.
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"Da siehste, das passiert, wenn man ohne Höschen kocht: Der Herr des Hauses ist abgelenkt und kann so nicht mehr auf die Dummheiten seines Weibes achten." Schwer entrüstet trat Naike ihn gegen seine Wade und fing sich dafür eine fiese Strafe ein …
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Kapitel 47 - Erfüllung Kapitel 49 - Des Platzhirschs Area
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