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 | Kapitel 17 - Des Pfarrers Mixturen |
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Melissa beobachtete, wie Jessica und ihr Armin mal hier mal dort eng miteinander tanzten, als interessiere sie die Welt um sie herum überhaupt nicht mehr. Und da lag sie auch sehr richtig. Wie konnte Armin nur derart dreist sein? Sie begann innerlich zu kochen, traute sich aber nicht, ihm vor allen anderen eine peinliche Szene zu machen.
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Die anderen Gäste hingegen amüsierten sich alle prächtig und tanzten weiterhin ausgelassen. Offenbar waren Nicolas' Cocktails nicht von schlechten Eltern. Cowgirl Sonya legte die heißeste Sohle von allen aufs Parkett ...
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... und Carla hatte nur noch Augen für ihren Jack, der für einen Hafenarbeiter sehr ordentliche Tanzqualitäten hatte und an diesem Abend wie seine Freundin einfach umwerfend aussah, als wäre ihm sein Kostüm direkt auf den Leib geschneidert worden.
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Melissa hatte es dann doch noch geschafft, Adam in ein Gespräch zu verwickeln, denn für Börsenkurse war er schon eher zu begeistern als für die beste Zubereitungsart von Grünkern-Bratlingen. Dann kam Naike aber endlich die Treppe hinunter und rief nach Joseph, der schwer nach Luft schnappte, als er sie sah.
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"Ich hatte sehr gehofft, dass du es dir noch anders überlegst, meine Liebe", strahlte er sie an und griff ihr sogleich an ihren in diesem Kleid sehr prallen Hintern. Sein vermummter Bruder bekam die Pimpernellen.
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Dann forderte Joe sie natürlich zum Tanzen auf. Adam beobachtete die Szenerie aus einiger Entfernung und hatte sich zur Unterstützung seiner Seelenlage eine von Nicolas' hochprozentigen Mixturen geschnappt. Immer mal wieder wagte Naike einen kurzen Seitenblick zu ihm und hatte inzwischen großen Spaß daran gefunden, ihn zu reizen.
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Lange und immer inniger tanzten sie, was Adam so nervös werden ließ, dass er den Cocktail im Laufe der vielen zähen Minuten gegen Tequila pur aus der Flasche tauschte.
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Doch dann löste sich das tanzende Paar irgendwann endlich voneinander, denn Joseph musste mal für kleine Schotten. "Nic, hast du irgendwo den schwarz angezogenen Mann gesehen, Carlas Kollegen?", fragte Naike, die Adam plötzlich nicht mehr entdecken konnte. "Gefällt er dir?", fragte der Herr Pfarrer keck und lallte dabei ein wenig. Oh, oh, dachte Naike, der hat wohl alles selbst probiert, was er gemixt hat. „Ja, der war eben noch da, hat mir eine ganze Flasche Tequila geklaut." Sie räusperte sich ob dieser Mitteilung, nahm sich aber ebenfalls einen Doppelten vom Tablett und dann sah sie ihren Liebsten auch schon.
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"Aha, erwischt, da biste ja! Na, doch keine Lust auf eine Schlägerei bekommen!?", bemerkte Naike herausfordernd. Adam sah sie leicht glasig an und zog sie dann an sich.
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http://www.youtube.com/watch?v=I540IM8nB-A
I was patrolling a Pachinko Nude noodle model parlor in the Nefarious zone Hanging out with insects under ducting The C.I.A was on the phone Well, such is life
Latino caribo, mondo bongo The flower looks good in your hair Latino caribo, mondo bongo Nobody said it was fair, oh ...
"Danke, Adam!", hauchte Naike. "Wofür?" - "Dass du Joe in Ruhe lässt." - "Spätestens morgen schmeißt du ihn raus, ja?!" - "Ja, das werde ich tun."
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Doch dann tat sie etwas Unüberlegtes und küsste ihn zärtlich auf die Stirn. Carla überblickte die Situation in banger Erwartung, was nun passieren würde. Warum handelten die beiden nur so unüberlegt?
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Und es kam wie es kommen musste. "Hey, hey! Lassen Sie die Finger von meiner Frau! Wer sind Sie überhaupt?", wütete Joseph los.
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"Na, na, mal ganz sachte, Schotte! Man wird ja wohl auf dieser Party mit den Frauen tanzen dürfen, oder?!" - "Aber nicht mit meiner!", entgegnete Joseph kalt.
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Adam rang mit seiner Fassung, was man ihm zum Glück durch die Vermummung nicht ansah. Für einen Moment stand die Zeit für alle Beteiligten still. Die beiden Brüder starrten sich an, als würden sie sich jede Sekunde aufeinander stürzen ...
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... da sprang Naike dazwischen und redete beruhigend auf Joseph ein. "Komm, entspann' dich. Es ist doch überhaupt nichts gewesen, Monsieur Bockhorn hat wirklich nur ein bisschen mit mir getanzt." - "Nee, geküsst hast du ihn, das habe ich genau gesehen!" Joe hickste und schickte gleich noch einen kleinen Rülpser hinterher. "Aber nein, du irrst dich, Schatz. Wie viel hast du eigentlich schon getrunken?" - "Zuviel, Süße", seufzte er und genoss Naikes Nackenmassage, durch die er sich wieder deutlich entspannte.
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Jess hatte die Szene beobachtet und entschied sich für eine umgehende Standpauke. Sie hatte schon zu viele Partys erlebt, die wegen Kleinigkeiten aus dem Ruder gelaufen waren. „Also meine Herren, das geht hier jetzt mal gar nicht, ich möchte keinen Ärger in unserem Haus, es läuft alles bisher so schön. Also mäßigt euch und sauft vor allen Dingen nicht soviel, das ist ein Teufelszeug, was unser Herr Pfarrer da mischt!" Dann schaute sie Adam etwas genauer an und wirkte für einen Moment verwirrt. "Wer sind Sie eigentlich?"
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Naike griff sich panisch an den Kopf und fiel ihrer Mitbewohnerin unmittelbar überschwänglich um den Hals. "Danke dir, dass du geschlichtet hast, es war nur ein kleines Missverständnis, du weißt doch: Männer! Der Tuareg ist Peter Bockhorn, der Ex-Leibwächter von Carla und Fiona." - "Der, der letztens mit den beiden hier war?", fragte Jessica verwirrt. "Ja, genau der!" - "Aber war der nicht ein wenig untersetzter?" Die Seniorin war aber auch zäh! Naike versuchte weiterhin ihr Bestes, sie abzulenken. "Ja, kann sein. Sag mal, was ist denn mit Armin, es läuft, oder?!", zwinkerte sie dann schelmisch und zog damit quasi den letzten Joker aus ihrem nicht vorhandenen Ärmel, denn als der Name Armin fiel, war Jessica plötzlich ganz Ohr und begann freudig über ihn zu tuscheln. Carla nahm sich ihren x-ten Cocktail - das war ja vielleicht ein aufregender Abend!
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Draußen vor der Haustür spielte sich schon wieder eine unschöne Szene ab, diesmal aber mit anderen Protagonisten. "Was fällt dir ein, mich den ganzen Abend überhaupt nicht zu beachten und stattdessen mit dieser ollen alten Hexe Jessica zu tanzen?!", keifte Melissa. „Sie ist keine alte Hexe, sondern eine sehr nette Freundin von mir, ich habe sie viel zu lange vernachlässigt. Und allein du bist Schuld, dass ich sie verloren hatte", wagte Armin mutig auf die Anschuldigungen zu antworten. "Du willst dich wieder mit ihr treffen?", rief Melissa und rang augenblicklich mit ihrer Fassung. "Ja, das will ich. Ich werde unsere Freundschaft wieder aufnehmen, sie ist es absolut wert. Und falls es dich interessiert: Nein, ich beabsichtige nicht, mit ihr zu schlafen. Es gibt also nicht den geringsten Grund, dich so aufzublasen." – „Das erlaube ich dir nicht, dann kannst du gleich morgen ausziehen!" - "Spinnst du Melissa?", rief Armin verständnislos. "Nein, das ist mein absoluter Ernst", blähte sie trotzig ihre Nasenlöcher auf.
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Armin sah sie traurig an. "Gut, wenn du eine derart verbohrte Denke hast, dann ziehe ich mit dem wenigen, was ich habe, lieber unter eine Brücke, als noch eine Nacht länger unter deinem Dach zu wohnen." Seine Lippen zitterten, als er das sagte. Dann ging er ohne ein weiteres Wort mit gesenktem Blick zurück ins Haus und ließ die völlig verschreckte Melissa einfach stehen. Ein paar Minuten lang versuchte sie sich irgendwie zu sortieren und zu begreifen, dass sie gerade sitzengelassen worden war. Dann rannte sie, so schnell es ihr Kostüm zuließ, in die Nacht hinaus.
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Armin gönnte sich im Gegensatz zu den anderen Gästen an diesem Abend zu ersten Mal einen dicken Schnaps, der ihm zwar stark in der Kehle brannte, aber dafür fast augenblicklich für Entspannung sorgte. Bald darauf sah man ihn wieder mit Jessica kichern, obwohl seine Stimmung getrübt blieb.
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Adam hatte sich mit der Absicht, seine volle Blase zu entleeren, in der Tür geirrt und stand plötzlich in Julias Schlafzimmer, was er zuerst gar nicht richtig realisierte, da sich seinem Empfinden nach der Raum leicht drehte und er sich zuerst orientieren musste.
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Doch dann fiel sein Blick auf das Bild an der Wand, welches Julia nach seinem angeblichen Tod von ihm gemalt hatte, und erschreckte sich fürchterlich. Jetzt nahm er auch sein schlafendes Kind wahr und kämpfte mit den Tränen, die sich nun unweigerlich auf den Weg machten.
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"Adam, was machst du denn hier? Ich hab dich überall gesucht", flüsterte Naike erschrocken, als sie ihn so verstört an einen Ort vorfand, an dem er eigentlich nicht hätte sein dürfen. "Nur noch einen Tag, noch einen einzigen!", sagte sie dann ruhig und nahm ihn behutsam in die Arme. "Ich liebe dich!" - "Auf Gedeih und Verderb?" - "Ja, auf Gedeih und Verderb. Und ich werde dir auch den Arsch abputzen, wenn du eines Tages achtzig bist". Naike konnte manchmal geschmacklos sein, aber das brachte Adam wieder zum Lachen. "Besorgst du mir dann auch regelmäßig Viagra?"
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Sie boxte ihm vor die Brust und beförderte ihn dann leise lachend mit einem Tritt aus dem Zimmer. Noch war die Party nicht zu Ende und nahm nun weiter ihren Lauf …
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Dann ging die Party langsam ihrem Höhepunkt entgegen. Nicolas' Drinks zeigten nun die volle Wirkung bei Gastgebern und Gästen und sie tanzten alle wie wild den Schlambada. Na ja, fast alle.
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Jessica spürte langsam die ersten Ermüdungserscheinungen und motivierte Nicolas zum Aufräumen. Und eine halbe Stunde später verabschiedeten sich auch schon die meisten Gäste und torkelten fix und alle, aber sehr zufrieden ihren Betten entgegen.
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"Wünsch' euch was, ich kann kaum noch stehen. Seid mir nicht bös', wenn ich mich jetzt meinem wohlverdienten Schlaf widme, ja?!", sagte Joe und konnte dabei seine Augen sichtlich kaum noch aufhalten. Naike, Carla und Adam waren mehr als einverstanden, als "Mr. McTallis" das Feld freiwillig räumte.
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So stapfte er in sein Schlafzimmer, legte sich in voller Montur sofort ins Bett und war innerhalb einer Minute fest eingeschlafen. Er glitt gleich in den Tiefschlaf, so dass er es nicht einmal mehr bemerkte, als sich der ebenfalls stockbesoffene Nicolas kurz darauf splitterfasernackt zu ihm gesellte.
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"Unwas machn wir drei Hübschen jetz noch Feines, meine verehrten Daamen?", wollte Adam nun wissen. "Carla, bissu irre, wieviel haste von dem Zeugs denn schon getrungken?", fand Naike wissenwerter. "Und wo is eigenlich Jack?" - "Schonma nach Hause, glaubich, ihm wahnich so gut."
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"Jetzt gib schon die Flasche her, das reicht doch jetz. Wie willsu eigentlich nach Hause kommen? Soll Adam dich bringen?" Naike hickste, ein wenig Sushi verließ den Magen Richtung Speiseröhre, sackte aber auf halbem Wege wieder zurück.
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"Mach ich doch gerne, wäre mir 'ne Ehre, schöne Frau!", nuschelte Adam und griff Carla unverblümt an den Hintern, soweit ihr Reifrock dies zuließ. Naike war von den Dreien noch am klarsten bei Verstand, soweit man das überhaupt noch "klar" nennen konnte, und alles andere als davon überzeugt, dass die beiden heil zuhause ankommen würden. Adam musste sogar noch mit der Frühfähre übersetzen, wie sollte er in diesem Zustand überhaupt den Weg zum Hafen finden?
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Doch der dachte gar nicht daran zu gehen, sondern schmiss sich plötzlich völlig ungeniert mit Komplimenten an Carla heran. "Gehn wir su dir oder sumir?" Naike wurde ein bisschen seltsam nervös zumute, als sie die beiden turteln sah. Aber es war keine unangenehme Unruhe, sondern ein ihr völlig neues Gefühl - eine leichte, undefinierbare Anspannung - und ihr schwindelte ein wenig. Adam streichelte der blonden Prinzessin über ihre Wange und kam ihr näher und näher. Ihre beiden Gesichter schaukelten in Naikes Empfinden wie bei leichtem Wellengang hin und her und sie fühlte sich plötzlich wie magisch angezogen. "Szu mir, ich wohn doch gleich da oben", hörte sie sich selbst wie aus der Ferne kichern und schubste Adam und ihre Freundin Richtung Treppe, die dabei mehrmals stolperten und einen Heidenlärm veranstalteten, der aber die Schlafenden nicht wecken konnte.
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"Sieht der immer so gefährlich aus?", kiekste Carla albern, als Adam sich seine Vermummung vom Kopf gestreift hatte.
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"Pssst, sag sowas nich, sons haut' er dich!" Naike bog sich vor Lachen. "Er schaut aber ganz friederlich, äh friedelich aus", bemerkte Carla und ihre Augen drehten sich für einen kurzen Moment in eine merkwürdige Position. "Na, worauf waatest dudann, küss'ihn doch!"
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Adam kam auf Carla zugeschwankt, nahm ihr Gesicht in beide Hände und teilte ihre Lippen vorsichtig mit seiner Zunge. Naikes Herz raste wie wild und sie überkam diesmal noch stärker das irre Feeling von vorhin.
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"Und?" - Sie blickte ihrer Freundin schräg grinsend und mit einer gehobenen Augenbraue ins Gesicht. Diese fächelte sich ein bisschen Luft zu, die vor nächtlicher Hitze beinahe im Raum stand - woher mochten bloß plötzlich die vielen Sternchen kommen, die um ihren Kopf herumtanzten? Auch Naike sah die Sternchen, sie versuchte eines davon zu fangen, wurde bei dieser aussichtlosen Aktion jedoch von Adam unterbrochen, der sie an ihre Schulter tippte. "Nu bis du dran!", forderte er dann Naike auf und atmete inzwischen schwer. "Was? Wie jetz ...? Warum?“ - "Halt die Klappe und küss' sie schon. Schau se dir doch an, die is heiß wie'n Dampfkessel!" Naike schluckte kurz. Doch Adam nickte ihr aufmunternd zu und grinste sein unwiderstehliches Grinsen. Carla lächelte ihre Freundin an. Sie war eindeutig nicht mehr Herr ihrer Sinne und schaute tief in Naikes grün-braune Augen, in denen sie sich schließlich völlig verlor.
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Adam nestelte ungeschickt und ohne Erfolg an seinem Hosenknopf, stellte aber seine Bemühungen vorerst ein, um hoch erregt zuzuschauen, wie sich die Lippen der beiden holden Weiblichkeiten in Zeitlupe einander näherten. Noch ein Stück ...
... und noch ein Stück ...
... Naike vernahm bereits Carlas warmen Atem auf ihrem Gesicht und schloss die Augen.
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Carla erwachte, als sie die ersten Sonnenstrahlen des neuen Morgens an der Nase kitzelten. Sie setzte sich auf und schaute sich verdutzt um - wo war sie hier? Neben sich erblickte sie dann eine noch schlafende, ziemlich zerzauste Naike und ein herber Schreck durchfuhr sie - die Party!! Was war bloß geschehen? Immer mehr Bilder des gestrigen Abends schossen wie kleine Blitze durch ihren Kopf. Sie sah sich mit Jack tanzen, Joseph und Adam streiten und sich vom Sushi-Buffet bedienen. Aber auch Adams und Naikes Gesichter direkt vor ihrem. Sie rieb sich verwirrt die schmerzende Stirn.
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Dann begann auch Naike sich zu regen …
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... setzte sich ebenso vorsichtig auf und räkelte und streckte sich erst einmal genüsslich wie eine Katze. "Naike? Wie bin ich in dein Bett gekommen, wenn ich frage darf? - Und warum in aller Welt ... trage ich deine Unterwäsche???", fragte Carla bangen Herzens, denn sie ahnte bereits, dass ihr ein ordentlicher Filmriss widerfahren war. Naike gähnte ausgiebig und wandte sich ihrer Freundin dann zu, die unruhig von einem Bein auf das andere trat. "Guten Morgen erstmal! Hast du es wirklich vergessen?" zwinkerte sie. Carla nickte kläglich. "Also ich war zwar auch kurz vorm Blackout, aber ich kann mich noch gut an das meiste erinnern.
Also, nachdem die Party zu Ende war, gingst du mit Adam und mir auf mein Zimmer, also genau hier hin.“ Sie gähnte erneut mit weit offnem Mund. Adam war spitz wie Nachbars Lumpi, also wie immer halt, und steckte dir seine Zunge in den Hals." Carla schluckte schwer, jetzt fiel es ihr auch wieder ein, wenn auch nur sehr schemenhaft. "Und ... und dann?", fragte sie zaghaft in schlimmster Vorahnung. Naike grinste breit. Dann wollte Adam unbedingt, dass wir uns küssen, was wir auch taten, und dann nahm er uns nacheinander, dass die Schwarte krachte." Naike fiel vor Lachen beinahe in Ohnmacht, als sie das nun kalkweiße Gesicht ihrer Freundin sah, auf dem sich das blanke Entsetzen spiegelte. Um nicht zu riskieren, dass die Arme auch noch in Ohnmacht fiel, sagte sie schnell: "April, April!" und begann erneut zu lachen.
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"Du hast nur einen Scherz gemacht, ja?!" Ein bisschen der sonst normalen Farbe kam in Carlas Gesicht zurück. "Natürlich“, kicherte Naike, „es war ganz anders, nicht halb so schlimm. Also noch mal zurück: Du hast Adam geküsst und warst danach fast komplett weggetreten. Wahrscheinlich eher wegen deinem Alkoholpegel als wegen ihm. Dann wollte er auch tatsächlich, dass wir uns küssen und du schienst nicht mehr in dem Zustand zu sein, dich dagegen entscheiden zu können. Aber bevor es dazu kommen konnte, hat Adam ... äh ... hm ... also, er hat sich dann übergeben. Und zwar auf dein Kleid." Carla schauderte. „Wir haben dich dann ausgezogen und dabei bist du eingeschlafen, so dass wir dich nur noch gerade so ins Bett hieven konnten.
Ich bin die Treppe heruntergewankt und im Flur kam mir plötzlich Jack entgegen. Er war nämlich noch gar nicht gegangen, wieso hätte er dich auch alleine lassen sollen? Na, jedenfalls hatte er gegen Ende der Party frische Luft schnappen wollen und war dabei im Liegestuhl auf der Terrasse eingepennt. Er kam dann mit hoch, hat dich noch lieb zugedeckt und dann Adam, der dringend Frischluft benötigte, vom Balkon geholt und seinen Kopf unten im Bad unter die kalte Dusche gesteckt. So kam mein Süßer wieder einigermaßen zu sich. Jack erklärte sich dann sogar noch bereit, Adam ein Stück mitzunehmen, denn er musste wegen irgendeiner Sache ebenfalls in die Stadt. Soweit ich weiß, wollte er ihn in der Nähe seiner derzeitigen Unterkunft am Stadtpark absetzen." Carla entspannte sich zusehends, wenn sie auch kaum glauben konnte, was sie da hörte. "Und ich bin natürlich, als die beiden dann gegangen waren, auch schnell ins Bett gekrabbelt", beendete Naike nun ihre Schilderung des aufregenden gestrigen Geschehens.
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Ihre Freundin sah nachdenklich aus. "Bist du mir böse, Naike?" - "Wieso denn das?" – „Na, weil ich deinen Freund geküsst habe." - "Es wird ihm schon nicht geschadet haben", lachte Naike und griff sich anschließend mit schmerzverzerrtem Gesicht an den Kopf. "Mir auch nicht", kicherte Carla und erhielt sofort den gleichen Denkzettel für ihren gestrigen Überdurst. „Wehe, wenn ich Nicolas erwische! Werde persönlich dafür sorgen, dass er seine Barkeeper-Lizenz verliert, die er nie hatte." Die beiden vom Kater geplagten Frauen lachten amüsiert.
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Als Jessica an diesem Morgen wie immer gemütlich auf der Schüssel das Neueste vom Neusten las, wurde sie so leichenblass, wie es ihrer dunklen Haut nur möglich war.
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Sie wankte in die Küche und teilte ihren trotz ihres ebenfalls heftigen Katers Müsli kauenden beiden Mitbewohnern tonlos mit, was sie soeben gelesen hatte. Naike verschluckte sich augenblicklich an ihrem Brei und hustete wie wild. Und Joseph starrte Jessica mit ungläubigen Augen völlig entgeistert an.
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"Was seid ihr denn für eine Trauergemeinde, ist die Party in die Hose gegangen, oder was?!", fragte Julia, als sie sich zu den drei eisig schweigenden Erwachsenen gesellte, Carla befand sich noch unter der Dusche. "Julia, setz' dich bitte mal, es ist etwas sehr Schlimmes passiert letzte Nacht." Julia schaute ihren Onkel erwartungsvoll an. Joe überlegte, wie er es möglichst harmlos formulieren sollte, dann fiel ihm aber ein, dass dies ja kein neues Thema für seine Nichte sein würde. "Armins Freundin Melissa Fuller wurde gestern Nacht im Stadtpark überfallen. Sie liegt im Krankenhaus. Ihrer Beschreibung nach war der Täter mit einem schwarzen Mantel bekleidet und vermummt. Dir ist klar was das bedeutet?" Naike knallte ihre Müsli-Schüssel auf den Tisch, rannte ins Badezimmer und brachte ihr Frühstück in die Kanalisation. Joe nahm keine Notiz von ihr, sondern fragte Julia erneut: "Dir ist klar, was das heißt, ja?" - "Dass Nicolas vorerst bei uns bleibt?", meinte Julia mit leuchtenden Augen. Jessica räusperte sich künstlich laut und Joseph sah seine Nichte strafend an. "Ich glaube, du bist dir nicht bewusst, was du da sagst. Denk lieber mal daran, dass du ab jetzt wieder hübsch zuhause bleiben darfst", bemerkte er sarkastisch. Julia entschuldigte sich leise und machte nun doch noch ein betroffenes Gesicht.
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Nachdem der Tag ereignislos vergangen war und eine unangenehm angespannte Ruhe im Haus herrschte, hielt Naike es nicht länger auf ihrem Zimmer aus, zog sich an ...
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... und verließ über denselben Weg, den Adam vor kurzem genommen hatte, ihr Zimmer. Sie musste ihn sehen und zwar sofort.
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Ziemlich ängstlich, aber zur Vorsicht mit Pfefferspray gewappnet, lief Naike schnell außer Sichtweite ihres Grundstücks, rief über Handy ein Taxi und fuhr zum Hafen, um auf das Festland überzusetzen. Dort angekommen ging sie mit großem Unbehagen durch die Dunkelheit in den Stadtpark, wo ihr Herzensmann wie verabredet auf sie wartete.
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"Wie schön es hier ist - so richtig friedlich."
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"Ja, das ist wahr. Könnte es doch immer so sein!" - "Das wäre aber doch ziemlich langweilig, oder?!", meinte Adam. Naike verdrehte die Augen und wurde sogleich auf die Nase geküsst. Sie hatte beschlossen, ab jetzt jede Nacht mit ihm zu verbringen, um sich Klarheit darüber zu verschaffen, ob er nun doch der inzwischen wieder auf Hochtouren gesuchte Frauenschänder war oder nicht. Sollte sich in kommender Zeit erneut ein Übergriff ereignen, hätte sie sich sicher sein können, dass er es nicht war und somit auch nicht bei den Malen zuvor. Adam ahnte nichts von ihren Gedanken, ihre Misstrauenserklärung in der Woche zuvor hatte er vorerst so gut es ging in die Tiefen seines Unterbewusstseins verdrängt und war nun wieder guter Stimmung.
Im Stadtpark, wo Melissa in der Nacht zuvor überfallen worden war, waren noch einige andere Menschen unterwegs, die sich, die Sperrstunde ignorierend, zusammen gesetzt hatten, um ein paar Kerzen aufzustellen und am Tatort für die bisherigen Opfer und natürlich wie immer auch für den Weltfrieden zu beten. Naike fand dies ein wenig übertrieben, auch wenn sie Mitgefühl mit Halina und Melissa hatte. Halina hatte sich inzwischen wieder ganz gut bekrabbelt und auch Melissa schien alles besser zu verkraften als zuerst angenommen, wie sie von Armin am Telefon erfahren hatte. Sie war bereits wieder zuhause. Aber nach welchem Schema suchte sich der Täter seine Frauen überhaupt aus? Auf den ersten Blick hatten Carla, Halina und Melissa keine Ähnlichkeiten miteinander, weder vom Aussehen her noch von ihrem Wesen. Und weiterhin war es Naike ein Rätsel - und darüber wunderte sich nicht nur sie - was Melissa überhaupt in der Nacht in den Stadtpark geführt hatte, wo sie doch vorher noch auf der Party war? Hatte vielleicht Nicolas' "Teufelswässerchen" dazu geführt, dass sie sich völlig verlaufen hatte? Aber dann gleich von der Insel runter? Unwahrscheinlich. Sehr rätselhaft, das Ganze.
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"Da unten am Eingang stehen ein paar Zelte, wollen wir uns in einem verstecken?", fragte Adam seine in Gedanken versunkene Freundin und zog sie dabei bereits mit den Augen schon einmal aus. Naike nickte verträumt. Dann gingen sie Arm in Arm über die felsige Wiese zum kleinen Zeltplatz und Adam traute seinen Augen kaum, als er in eines hineinschaute, ob es frei war.
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Und auch Naike hätte es vor Überraschung beinahe umgehauen, als sie sah, dass es sich bereits zwei andere Turteltäubchen gemütlich gemacht hatten - Armin und Jessica!!!
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Zuerst war sie darüber sehr amüsiert, aber dann wurde ihr bewusst, wie feige Armin sich benahm. Seine Freundin hatte er ganz offensichtlich trotz ihres Zustandes allein zuhause gelassen, und Halina ebenso, obwohl dies inzwischen seit heute wieder strengstens verboten war. Nun traf er sich also heimlich mit seiner Ex-Freundin, traute sich aber ganz offensichtlich nicht, Nägel mit Köpfen zu machen und vor seinen Freunden zu ihrer wieder neu entfachten Liebe zu stehen. Als Naike versuchte, ihn zur Rede zu stellen, ließ er sie eiskalt abblitzen.
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Jessica fühlte sich in eine unwirkliche Parallelwelt versetzt, nachdem sie aus dem Zelt gekrabbelt war und plötzlich den Mann erblickte, den sie eigentlich für tot gehalten hatte. Sie sah ihm verständnislos mit offenem Mund ins Gesicht und ihr entgingen dabei nicht die restlichen Spuren des dunklen Augen-Make-ups, dass er noch vom Abend zuvor zurückbehalten hatte.
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"Geht es Ihnen nicht gut, Frau Jung? Kann ich Ihnen irgendwie helfen?" Die alte Dame schüttelte nur völlig kraftlos den Kopf. Dies musste eine Fata Morgana sein!
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"Jess", schritt Naike schnell ein, "es tut mir so leid, dass ich es dir nicht eher sagen konnte. Und dann erzählte sie ihr kurz nur die entscheidenden Tatsachen. Aber ihre persönlichen Gedanken und Befürchtungen ließ sie dabei vorerst außen vor.
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"Du musst jetzt sehr glücklich sein, hm?" Naike nickte, aber seufzend, denn es fehlte ja nun doch noch einiges zu ihrem vollkommenen Glück. "Und du?" - "Ach, ich lasse jetzt erstmal alles auf mich zukommen", Jessica seufzte ebenfalls. "Pass auf dich auf, meine Süße", mahnte sie. "Dito", lächelte Naike mit großer Zuneigung.
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Während sich Jessica und Naike knuddelten überlegte Adam angestrengt, woher er die blonde Frau kannte, die er plötzlich neben sich erblickte. Da aber seine Ex-Liste jedem Telefonbuch einer mittleren Kleinstadt hätte Konkurrenz machen können, blieben seine Bemühungen erfolglos. Desdemona hingegen erlitt den zweiten großen Schock ihres Lebens und unterdrückte nur mühsam ihren plötzlichen Drang auf der Stelle loszuschreien.
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Adam ging dann achtlos an ihr vorbei und steuerte auf Naike zu, die inzwischen wieder alleine war und Armin und Jessica hinterher schaute, die sich für den Rest des angefangenen Abends ein neues lauschiges Plätzchen suchen wollten.
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Aber dann sah auch Naike Julias Mutter, die stocksteif herumstand und abwesend schien. „Der Mensch denkt, Gott lenkt. Himmel, Arsch und Zwirn!“, fluchte Naike leise vor sich hin.
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"Was stehst du da wie eine Wand? Bist du bestellt, aber nicht abgeholt oder was?", blaffte sie Adam ungewohnt heftig an, aber das war ja auch eine sehr außergewöhnliche Situation, um es milde auszudrücken. "Das ist Desdemona Alvarez-Kappe, mit Betonung auf Kappe, falls der Herr sich entsinnen möge!" Jetzt war Adam derjenige, dem es in diesem Moment nicht mehr aus eigenen Kräften gelang, seinen Mund zu schließen, während Naike schnell zu Desdemona lief.
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"Desdi, ich kann dir alles erklären, wir ..." - "Spar' es dir besser", sagte Julias Mutter eisig. „Aber es ist … es war nicht so wie du denkst! Ich bin doch selbst ..." Desdemona schüttelte verständnislos den Kopf und ging mit tief enttäuschtem Blick zu ihrer Gruppe zurück, mit der sie gekommen war. Naike stöhnte, so etwas Vertracktes hatte sie noch nie erlebt, und sie nahm sich fest vor, bei nächster Gelegenheit noch einmal ein klärendes Gespräch mit ihr zu suchen, bevor sie wieder zurück in die USA flog, denn zu diesem Zeitpunkt war es ganz offensichtlich völlig unmöglich, was ja auch absolut nachvollziehbar war.
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"Du erkennst die Mutter deiner eigenen Tochter nicht?", fragte Naike Adam verwundert. „Hm, ich habe sie ganz anders in Erinnerung. Mensch, das ist 16 Jahre her!" - "Und wer bitte hat Julia zu dir gebracht als du aus dem Gefängnis kamst?" - "Sie stand einfach vor der Tür, als ich eintraf. Sie hatte sie Joe und Nasti übergeben. Wahrscheinlich wollte sie mir nicht begegnen, ich weiß es nicht. Ich hatte sie nur kurz am Telefon." - "Verstehe."
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"Komm', wir gehen zu mir, ich hab' für heute genug Öffentlichkeit", schlug er dann vor. „Gute Idee, irgendwann kommt eh die Streife und dann sollten wir uns hier nicht mehr aufhalten. Oder wir mischen uns unter die Leute mit ihren Kerzchen", kicherte Naike. „Ich scheiß auf Weltfrieden, pah!“ Naike knuffte Adam für diese egoistische Bemerkung.
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Während die beiden nun zu Fuß die Hippie-WG, Adams derzeitigen Wohnort ganz in der Nähe des Stadtparks, ansteuerten, hatten Jessica und ihr wiedergewonnener Armin ihr Wunschplätzchen gefunden und turtelten heftig miteinander wie in alten Tagen.
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Mademoiselle Marguerite Kurte hatte sich diesmal nicht das Museumsgelände, sondern den Stadtpark für ihre Aktivitäten in Sachen Moral und Anstand gewählt und kam plötzlich wieder einmal völlig unvermittelt herbeigeflitzt. Glück für Adam und Naike …
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... Pech für Armin, der nun der bedauernswerte Empfänger der Beton-Tasche der knautschgesichtigen alten Vettel wurde.
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Kapitel 16 - Ein ungebetener Gast Kapitel 18 - Siedepunkt
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