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 | Kapitel 7 - Geteiltes Leid |
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Naike erhob sich wankend. Sie musste zu Adam, koste es, was es wolle!
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Jessica starrte sie plötzlich mit offenem Mund an. "Oh, mein guter Gott! Was ist das??? Das ist doch mein Nachthemd! Und es ist voll ...“, sie schluckte erschüttert, „ ... Blut? Haben wir damit gestern etwa die Wunde abgedrückt?"
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"Ja, das haben wir. Und ich ziehe es nie mehr aus. Es ist das Einzige, was mir im Moment von ihm bleibt“. Naike biss trotzig die Zähne zusammen und ihre Freundin wusste, dass eine Diskussion an dieser Stelle nicht ratsam war.
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Stattdessen versuchte sie das besudelte Nachthemd zu ignorieren, überwand tapfer ihren Ekel und nahm Naike zärtlich in den Arm. "Warum hast du mir nichts von dem Baby erzählt?", frage sie leise. "Ach Jess, ich wusste es doch erst seit gestern, Adam sollte es zuerst erfahren“, erklärte Naike niedergeschlagen.
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"Bitte iss etwas, du musst wieder zu Kräften kommen." - "Ich habe keinen Appetit." – „Komm, wenigstens ein paar Gabeln!" – „"NEIN, VERDAMMT! Mir ist kotzschlecht!"
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Sie sprang viel zu schnell vom Tisch auf, sah deshalb Sternchen um sich herum tanzen und legte sich auf die Wohnzimmer-Couch - zu schlapp, irgendetwas zu tun, aber nicht müde genug, um schlafen zu können und so der Realität zu entfliehen.
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Auch in der Simlane Nr. 6 hatten die Bewohner keinen Hunger. "Julia, bitte! Nur ein kleines bisschen", bat Joseph Tallis seine kleine Nichte besorgt. "Ich will zu Papa!", jammerte sie nur. "Wir besuchen ihn doch gleich, bitte stärke dich vorher ein wenig, das macht wirklich Sinn", versuchte er das kleine Mädchen weiter zu überzeugen, aber sie schob den Teller von sich und verließ den Tisch.
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Sie schaffte es nicht mehr ins Badezimmer. "Oh Mann, was machst du denn für einen Scheiß, Julia!? Bist du erst zwei Jahre alt!?", rief Joe aufgebracht, als er das Missgeschick sah. Und eine Sekunde später schämte er sich zutiefst, dass ihm dieser sinnlose Vorwurf herausgerutscht war und lief zu ihr.
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"Julia, tut mir so leid, bitte vergiss den Scheiß, den ich gerade gesagt habe, das war nicht so gemeint. Komm, ich helfe dir, die Klamotten zu wechseln." – „Das kann ich auch allein!", wehrte Julia betroffen ab. "Es tut mir wirklich leid, Kleine“, bedauerte der mit der Situation völlig überforderte Onkel zutiefst. „Weißt du, ich bin auch total traurig und verwirrt und weiß nicht, was ich tue.“
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"Lass mich in Ruhe, Onkel Joe. Ich will jetzt zu Papa. SOFORT!", weinte Adams Tochter laut. „In Ordnung, bitte ziehe dich um und wasche dich, wir fahren gleich los, ja?!" Vom Dach des Hauses der Tallis' konnte man direkt hinüber zur Simlane 10 schauen. Joe fragte sich, wie es Naike wohl gehen mochte und spürte dabei einen entsetzlich dicken Kloß in seinem Hals.
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Aber er machte sich auch Sorgen um die kleine Julia. Er hatte ihr die tatsächlichen Geschehnisse zu ihrem Schutz verschwiegen und erzählt, dass ihr Vater und Tante Nastassja einen Unfall gehabt hatten. Wer sollte sich nun um sie kümmern? Er versuchte eine Verbindung zu ihrer Mutter in die Vereinigten Staaten zu bekommen. Desdemona hatte vor ihrer Abreise eine Nummer hinterlassen, die Adam zum Glück in sein Adressbuch geschrieben hatte. Aber es wollte einfach nicht gelingen, der Ruf ging trotz mehrmaliger Versuche nicht durch. Als nächstes rief er bei einem Dienst für die Vermittlung von Tagesmüttern an. Er hatte zwar beschlossen, Julia vorerst überwiegend selbst zu betreuen, aber auch während seiner Arbeitszeiten musste jemand vor Ort sein. Der Schock saß ihm tief in den Gliedern. Was sollte nur werden, wenn sein Bruder starb? Joe traute sich nicht, weiter darüber nachzudenken.
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Naike hatte sich inzwischen doch wieder ins Bett gelegt, schlief aber nur sehr leicht und wenig erholsam.
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Nachdem Jess von der Beerdigung heimgekehrt war, klingelte es an der Tür. "Ich glaube nicht, dass sie dazu in der Lage ist, Herr Tallis." - "Bitte sagen Sie doch Joe zu mir, Jessica. Naike muss mit, es könnte das letzte Mal sein, dass sie ihn sieht." Jessica sah den jungen Mann besorgt an. „Ist es wirklich so schlimm?" - "Adam liegt im künstlichen Koma und schwebt noch in Lebensgefahr, das ist mein Stand von vor einer Stunde", berichtete Joe. "Gut, dann packen wir sie ins Auto."
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Als Joe das Schlafzimmer betrat, fand er eine vor sich hindämmernde Naike vor, die völlig abwesend schien. "Sie reagiert überhaupt nicht auf mich", sagte Joe bestürzt zu Jessica. "Hab ich dir ja gesagt. Sie tritt ab und zu weg, habe ich das Gefühl, ich sollte besser nachher noch einmal den Doc rufen. - Ach Joe, was soll nur werden? Stell dir vor, er schafft es nicht. Ich habe Angst um Naike, ich kann ihre psychische Stabilität nicht einschätzen." Plötzlich erhob sich die völlig erschöpfte junge Frau doch noch und grüßte Adams Bruder tonlos. Joe sah ihr Nachthemd und fuhr sich betroffen über seine heiße Stirn. "Kannst du mit ins Krankenhaus kommen?" - "Natürlich! Wartet bitte im Wohnzimmer, ich ziehe mich eben an."
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Jessica wippte unruhig mit ihren Füßen und konnte dem Fernsehprogramm, dass sie zur Ablenkung eingeschaltet hatte, nicht folgen. "Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist. Ach, da ist sie schon ... " Joseph erhob sich. "Gut, gehen wir. Auf Wiedersehen, Jess, ich bringe sie dir gleich wieder", drückte er kurz tröstend die Hand der alten Dame. Naike verzog das Gesicht. "Ihr kommt mir vor wie meine Eltern. Ich bin in Ordnung. Los, gehen wir!" Dann wankte sie Richtung Haustür. Jessica warf Joe noch einen ernsten Blick zu, dann verließen die beiden jungen Leute zusammen das Haus, um Julia abzuholen und anschließend ins Stadt-Krankenhaus zu fahren.
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Die Atmosphäre auf der Intensiv-Station war bis auf das regelmäßige Piepen einiger Überwachungsmonitore gespenstisch ruhig. "Papa? Papa?", hoffte das kleine Mädchen auf eine Regung ihres Vaters. "Julia, Papa schläft“, flüsterte Joseph, „er kann dich gerade nicht hören." - "Wird er bald wieder gesund?" - "Ich hoffe sehr, wir müssen jetzt Geduld haben."
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"Da bist du ja, wo warst du?" Naike antwortete nicht. „Sag mal, warst du wirklich schwanger von ihm?" - "Ich will jetzt nicht darüber reden." - "Ok, bitte entschuldige." Dann sagte sie: "Fahrt bitte gleich ohne mich heim, ich möchte noch bei ihm bleiben." Joseph schüttelte den Kopf. "Du bist noch viel zu schwach, Naike, ich bringe dich lieber zurück." - "Ich weiß selbst am besten, wie es mir geht. Keine zehn Pferde bringen mich hier weg, ich nehme mir später ein Taxi." Adams Bruder seufzte.
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Naike setzte sich an Adams Bett und betrachtete sein gespenstisch blasses Gesicht.
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Beim Hinausgehen trafen Joe und Julia auf Dr. Blythe. "Hallo, Herr Tallis. Und du bist sicher die Julia, nicht wahr?" Adams kleine Tochter nickte. "Wie steht es um ihn, Doc? Bitte nehmen Sie kein Blatt vor den Mund." Naike rief Julia zu sich und machte ihr ein bisschen Mut, während sie mit einem Ohr dem Gespräch der beiden Männer folgte.
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"Er hat sich in der Nacht stabilisiert, aber ich möchte noch keine Prognose wagen. Wir müssen abwarten und ihn am besten vorläufig im Koma belassen. Die OP ist aber gut verlaufen, die Kugel raus und zum Glück ist der Darm nicht dramatisch verletzt, aber seine Genesung wird voraussichtlich recht lange dauern. Wie gesagt, wir müssen abwarten." - "Danke, Doc, das macht mir wenigstens ein bisschen Hoffnung, bitte rufen Sie mich jederzeit an, wenn es neue Nachrichten gibt." - "Das werde ich tun. War die Polizei schon bei Ihnen?" - "Ja, sie wollen auch noch Fräulein Le Normand vernehmen, im Moment macht das aber keinen Sinn." - "Verstehe. Alles Gute, Herr Tallis, und nicht die Hoffnung aufgeben! Beten Sie für ihren Bruder!"
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Während Naike ein wenig später alleine an Adams Bett saß, dachte sie an alles zurück, was sie mit ihm erlebt hatte. Wie sie damals durch einen Fehler im System in die Simwelt katapultiert wurde. Wie sie ihn dort das erste Mal sah, als er sie noch für seine Freundin Jeanne hielt. Wie er sie liebte und wie er sie schlug. Alles zog wie ein Film an ihrem inneren Auge vorbei. Vorbei? War es vorbei?
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Nach einigen Stunden war sie so müde, dass sie unmöglich weiterhin wach bleiben konnte. Sie küsste ihn noch einmal auf die Stirn und verließ dann, ohne zu weinen imstande zu sein, das Krankenhaus, um sich durch die nachtkalte Luft zu Fuß nach Hause zu schleppen.
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Im Gemeinschaftsraum der Modernen Jesus-Nachfolger unter der Kirche ging es zwischenzeitlich hoch her. Man redete aufgeregt über den Fall Tallis. Albert Kappe führte wie immer das Wort. "... ein Verbrecher, ja, aber in jedem Menschen steckt ein guter Kern, wir dürfen nicht so hart urteilen. Fräulein Le Normand braucht jetzt unsere Hilfe, das ist unsere christliche Pflicht. Wir müssen ihr helfen, Herrn Tallis zu vergessen und wieder ein normales Leben zu führen!" Neumitglied Armin sah ihn verwundert an. "Entschuldigen Sie, Albert, aber ich glaube nicht, dass wir uns da einmischen sollten. Sie hat Freunde, die sich um sie kümmern. Uns kennt sie doch kaum, außerdem hatte ich den Eindruck, dass sie eh nie gut auf unsere Kirche zu sprechen war." - "Papperlapapp, Armin. Jessica, die alte Hexe! Sowas nennen Sie Freunde? Schlechten Einfluss nenne ich das! Fräulein Le Normand scheint ganz offensichtlich dazu zu neigen, sich in die Obhut der falschen Leute zu begeben. Jetzt ist da auch noch der Bruder von diesem Tallis, wer weiß, was der auf dem Kerbholz hat. Die ganze Familie ist irre", urteilte Pfarrer Kappe scharf.
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Armin, der zwar ein Weichling war, aber offenbar wenigstens über Anstand verfügte, sprang entrüstet auf. "Ich habe keine Lust, mir diese haarsträubenden Mutmaßungen anzuhören, Albert ..."
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"Armin! Jetzt bleib doch bitte sitzen, das ist ja peinlich“, war nun auch Melissa aufgestanden und redete auf ihren Mitbewohner, mit dem sie vor kurzem erste zarte Bande geknüpft hatte, ein. „Überleg mal, Albert hat doch Recht! Er will doch nur, dass wir handeln, wie es sich für gute Christen gehört!" Armin Sims schüttelte den Kopf. "Aber er widerspricht sich, Melissa! Zuerst sagte er, er wolle nicht urteilen, dann tut er es doch!" - "Ja, manchmal geht es halt nicht anders, es ist doch nur gut gemeint. Bitte setz dich wieder, wir finden einen Weg, denn wir alle bejahen können, ok?!", meinte die junge Frau Fuller diplomatisch. "Ich weiß nicht ...", zweifelte ihr Freund. Da wurde ihr Blick kühl. "Gut, du kannst auch gerne wieder zu deiner Mama ziehen“, drohte sie nun und vergaß unmittelbar jegliche Diplomatie.
Melissa wusste genau, wo sie bei Armin anzusetzen hatte. Es war ihm furchtbar peinlich, dass er bis vor wenigen Wochen noch bei seiner Mutter gewohnt hatte. Aber er war nun mal arbeitslos, konnte sich kein eigenes Heim leisten und war deshalb sehr glücklich, als er bei Melissa einziehen durfte, die ihn auch gleich bei den MJN einführte, deren Grundsätze zum christlichen Leben er zwar eigentlich recht gut fand, aber die Umsetzung behagte ihm häufig weniger. Kleinlaut gesellte er sich wieder in die Runde und man kam nach einer längeren Diskussion zu der Entscheidung, Naike erstmal aufzusuchen, um die Lage vor Ort zu checken. Und zwar umgehend!
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Am nächsten Tag traf das selbsternannte Rettungskommando in der Simlane 10 ein und überraschte Doktor Blythe, der seine Patientin gerade noch einmal untersucht hatte und nun auf Jessica wartete, die kurz außer Haus musste. "Es ist sehr freundlich, dass Sie alle gekommen sind, aber Fräulein Le Normand ist noch nicht fähig, Besuch zu empf…“ Gerda fiel ihm ins Wort. „Nein, Frau Kappe, ein Spiegelei wird sie mit Sicherheit auch noch nicht mögen."
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"Sind Sie jetzt der neue Macker hier oder was?!“, raunzte deren Gatte. „Albert, das ist doch Doktor Blythe", stupste Melissa den Pfarrer peinlich berührt an, dessen Gesicht sich daraufhin leicht rosa färbte.
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"Oh … äh … tut mir Leid, ich hatte Sie in Zivil gar nicht erkannt." Gilbert Blythe rollte mit den Augen und zwang sich höflich zu bleiben. "Es ist wirklich besser, wenn Sie jetzt alle wieder gehen." Im Flur öffnete sich eine Tür und Naike kam ins Wohnzimmer geschlurft.
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"Was ist denn hier für ein Lärm?“, stutzte sie. „Was machen die alle hier?" Albert Kappe setzte eine mitleidende Miene auf und erklärte großherzig: "Liebe Mademoiselle Le Normand, da sind Sie ja! Wir möchten Ihnen unsere Hilfe anbieten, denn wir haben gehört, was Furchtbares passiert ist“, säuselte er eine Spur zu liebevoll. Naike erwiderte gar nichts, sondern macht nur kurz große Augen und schwebte dann wie ein Geist wieder in ihr Zimmer zurück.
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Der Doc schüttelte den Kopf und wurde langsam ungeduldig. "Herr Kappe, jetzt setzen Sie sich bitte nicht wieder hin, Sie müssen doch einsehen, dass das jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für ein Engagement ist, auch wenn Sie gerne helfen möchten.
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Albert zeigte jedoch keinerlei Einsicht. "Also, Dr. Blythe, ich kann das besser beurteilen, denn ich habe im Laufe der Jahre viel Menschenkenntnis ..." - "Albert, komm, der Doc hat Recht, kommen wir später noch mal wieder“, meinte Gerda dann endlich einsichtig, „Fräulein Le Normand sah gerade wirklich wie ein Gespenst aus." Sie gruselte sich ein bisschen und fühlte den Drang, das Haus so schnell wie möglich wieder zu verlassen.
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"Aber, dass Sie ja aufpassen, dass sie sich nicht auf Dauer völlig vom Leben abkapselt, Dr. Blythe", meinte dann der wie ein zu groß geratener 12jähriger wirkende Gerd Gieke, der anscheinend ebenfalls der Auffassung war, bereits viel Lebenserfahrung zu besitzen und laienpsychologische Urteile treffen zu können. Doktor Blythe kratze sich schmunzelnd am Kinn. "Ja, ja, keine Sorge. Also dann, auf Wiedersehen zusammen!" Murmelnd trollte sich die Gruppe gen Ausgang und er atmete hörbar erleichtert auf, nachdem er die Tür endlich hinter ihnen geschlossen hatte.
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http://www.youtube.com/watch?v=CfSZARFUvnM
Is it a sin, is it a crime loving you dear like I do If it's a crime, then, I'm guilty Guilty of loving you Maybe I'm wrong dreaming of you Dreaming the lonely night thru If it's a crime, then, I'm guilty Guilty of dreaming of you
What can I do? What can I say?
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Es war schon dunkel geworden, noch immer wartete sie auf seine Rückkehr. Wo mochte er nur so lange bleiben?
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Plötzlich spürte sie den zärtlichen Druck zweier kräftiger Hände auf ihren Schultern ...
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... warmen Atemhauch an ihrem Hals ... und dann ein weiches Lippenpaar sanft ihren Nacken küssend.
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"Da seid Ihr endlich!" Sie sah ihm tief in die Augen, schloss sie in sehnsüchtiger Erwartung …
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... und griff ins Leere.
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"Adam?", fragte sie verwundert. „Wo … wo seid Ihr?"
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"Adam?“, rief sie ängstlich in die Tiefe des Kellers. „Ich bitte Euch, spielt nicht mit mir … mir … mir …“, hallte es wider.
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Verwirrt schritt sie die Steintreppe hinab ins dunkle Gewölbe.
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Stufe für Stufe wurde es kälter, es fröstelte ihr.
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"Liebster, wo seid Ihr? Versteckt Euch doch nicht vor mir!", klagte sie mit klopfendem Herzen.
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Und es begann vor Schreck zu rasen, als er plötzlich wieder vor ihr stand. „Da seid ihr ja! Warum neckt Ihr mich so?", lächelte sie erleichtert. Doch er antwortete nicht, sondern sah sie nur regungslos an.
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Von einer Sekunde auf die andere wechselte die Szenerie. Sie erschrak erneut und starrte nun in eine modrige Zelle, die ihren Liebsten plötzlich barg.
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Und dann geschah es wieder wie in fast jedem ihrer Träume, er brach mit einem leisen Stöhnen zusammen …
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… und sank vor ihr auf die Knie. In diesem Moment wurde ihr klar, dass sie träumte.
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„Nein, bitte nicht wieder! Wie oft wird er mir noch genommen? Kann ich denn nicht einmal mehr im Schlafe glücklich sein?“, rief sie gequält.
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Unerbittlich stand der Tod vor ihren Augen und lachte ihr dröhnend ins Gesicht. "Errr hat es nicht anderrrrs verrrdient!!!", grollte seine tiefe Stimme. Kaltes Entsetzen packte sie, während er ohne einen Laut wieder verschwand. Und sie vergaß wieder, dass sie träumte.
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"Adam, gebt mir Eure Hand, bitte! - BITTE!!!", flehte sie ihn leise wimmernd an.
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Doch sein Körper blieb leblos.
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Naike wachte auf, hielt ihre Augen aber mit aller Kraft geschlossen, weil sie ihre Welt nicht sehen wollte. Aber es half alles nichts ... sie konnte nicht wieder einschlafen. Was hätte es auch gebracht? Aber sie wollte ihn nicht noch einmal sterben sehen.
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Irgendwann wurde Naike unruhig. Zu langes Liegen fühlte sich auch nicht gut an, ihr Körper verlangte nach Bewegung. So entschied sie sich zu einem abendlichen Spaziergang und verbat sich jeglichen Protest seitens ihrer Mitbewohnerin. Sie ging aus dem Haus und lief zuerst ziellos die einsamen Strassen der Insel entlang, bis sie an den Friedhof der Kirche kam, der sie wie magisch anzog. Hier hatte sie vor einiger Zeit Adam nach der Trennung wieder getroffen. Weit und breit war keine Menschenseele zu sehen …
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... so konnte sie ungestört ihren Kummer beweinen.
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Irgendwann wurde es kühl und auf dem Rückweg kam sie an der kleinen Taverne vorbei, die noch geöffnet war, aber es wurden bereits die Stühle reingeholt. Auch hier war sie noch vor kurzem mit Adam gewesen. Eigentlich war sie überall mit ihm, es gab fast keinen Platz ohne Erinnerungen auf der kleinen Insel.
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Kein fröhliches Karaoke mehr, überall schien nur noch gähnende Leere zu sein.
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Als Naike auf der Toilette vor Müdigkeit schwindelte, wusste sie, dass es nun dringend wieder Zeit für das Bett war. Sie hoffte auf einen traumlosen Schlaf und bekam ihn auch, der frischen Luft sei Dank.
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Doch am nächsten Morgen fühlte sie sich noch immer nicht richtig ausgeschlafen und war sehr blass. "Naike, soll ich Dr. Blythe holen?“, fragte Jessica beunruhigt. „"Nein. Hast du was von Adam gehört? Ich traue mich nicht, im Krankenhaus anzurufen“, fragte sie ängstlich. "Sein Zustand ist unverändert“, berichtete ihre Freundin. „Willst du heute zu ihm?“ – „Ja, Joe nimmt mich nachher wieder mit. Du, ich habe eine Bitte an dich. Schau für mich in die Karten, ja?!" Jessica schüttelte den Kopf. "Nein, Süße, das wäre nicht gut. Ich lege nie auf Leben oder Tod, und du machst das auch nicht, wie du mir noch vor kurzem erzählt hast." Mit diesen Worten ging sie ins Arbeitszimmer, Naike lief ihr hinterher.
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"Ja schon - normalerweise. Aber bitte mach mal eine Ausnahme, ich muss es wissen!!!“, versuchte sie ihre Kollegin zu überzeugen. Aber Jess blieb hart. "Nein und nochmals nein, Nai, das will ich nicht. Bin außerdem müde und muss noch ein bisschen an meinem Roman schreiben, bitte lass mich jetzt allein. Ich habe dir übrigens ein Chili in die Küche gestellt." - "ICH WILL NICHTS ESSEN! NIE WIEDER!!!“, rief Naike aufgebracht, obwohl sie durchaus ein warmes Essen nötig gehabt hätte. „Lieber verhungere ich, als dass ich weiter hier lebe!“
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Jessica wurde Naikes Zustand nun zu ernst, Hilfe musste her. So konnte es nicht weitergehen.
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Eine Stunde später kam Besuch. "Naike, schau mal wer hier ist!", rief Jessica aufmunternd. Aber wieder kam nur ein mageres, abwesendes Hallo vom Sofa. Sonst hatte sich Naike immer so sehr gefreut, wenn Voodoo Mom zu Besuch kam. Jessica zog Voodoo Mom beiseite. "Da siehst du es, so kann es doch nicht weitergehen! Ich verstehe ja ihren Kummer. So wenig ich den Typ leiden konnte, aber es ist einfach schrecklich, was passiert ist. Aber sie richtet sich doch selbst zugrunde, wenn sie so weitermacht. Bitte sprich du mit ihr, auf dich hat sie doch bisher auch immer gehört!", bat sie ihre Freundin hoffnungsvoll. "Natürlich, ich werde es versuchen."
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Voodoo Mom setzte sich zu Naike aufs Sofa. "Hallo, magst du dich aussprechen?" - "Lieb von dir, aber ich habe nichts zu sagen", antwortete diese desinteressiert. "Schau mal, Kleines, du hilfst doch Adam nicht damit, wenn du dich so hängen lässt. Du bist ja kaum in der Lage, ihn zu besuchen. Es wäre viel sinnvoller, dich aufzuraffen und ihm mit ganzer Kraft zur Seite zu stehen. Ich bin sicher, er würde das genauso wollen." Jetzt sah Naike zu ihr herüber. "Du? Ich habe ihm mal heimlich ein Haar ausgerupft. Dachte, das könnte ich eines Tages noch gebrauchen. Kann man damit etwas erreichen?" Voodoo Mom blickte sie überrascht an. "Meinst du etwa Magie?!" - "Natürlich, was sonst." - "Nein, Liebes, für so etwas ist das nicht zu gebrauchen. Binden wird in diesem Fall nichts nützen, vergiss das ganz schnell wieder. Sei lieber für ihn da, ganz normal wie jede andere Frau auch für ihren Liebsten da ist, wenn er in irgendeine Not geraten ist. Manchmal geschieht dann ein Wunder und alles wendet sich zum Guten", seufzte die erfahrene Hexe. Naike sank wieder in sich zusammen.
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Auch mit Julia ging es weiterhin bergab, sie aß ebenfalls kaum etwas von dem, was Joe ihr kochte, obwohl er es wirklich gut konnte und ihr nur Leckeres servierte. Niemand hatte ihr gesagt, dass man ihre Tante Nastassja in eine psychiatrische Klinik eingeliefert hatte, nachdem man sie nach langem Suchen völlig verwirrt am Strand fand. Julia hätte das auch nicht verstanden, deshalb war die Unfall-Version im Moment einfach besser für sie. Allerdings glaubte sie nun, die Schwester ihres Vaters sei verreist, was ihr sehr unlogisch vorkam, wo es Papa doch so schlecht ging. Joe bekam nun also handfeste Probleme mit seiner Nichte und ihre Mutter war - ihm unerklärlich - noch immer nicht erreichbar. Deshalb bat er Jessica um Hilfe.
"Die Situation gleitet uns aus den Händen, Joe, wir müssen uns etwas ausdenken. Ich hätte da auch schon eine Idee. Was hältst du davon, wenn du mit Julia bei uns in die Simlane 10 ziehst, wenigstens vorübergehend? Naike und Julia können sich vielleicht gegenseitig ein bisschen aufbauen, und ich kann anstelle des Kindermädchens auf sie aufpassen, wenn du bei der Arbeit bist. Das wäre doch ideal!" Joseph Tallis lächelte sehr erfreut über das großzügige Angebot. „Ich werde darüber nachdenken, in Ordnung?!“ Mach’ das, stimmte Jessica zu und ging dann nach oben zu Julia.
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"Na du, wie geht es dir?" - "Ich wäre lieber tot“, antwortete Adams kleine Tochter und Jessica hielt den Atem an, ließ sich aber so gut wie möglich nichts von ihrem Schrecken anmerken. „ Julia, so etwas darfst du nicht sagen“, versuchte sie zu trösten, „denk an deine Mama und Onkel Joe, sie würden dich schrecklich vermissen, wenn du nicht mehr bei ihnen wärst." – „Mama ist doch eh weg, sie hat mich bestimmt nicht mehr lieb. Der Papa hat mich lieb, aber der ist jetzt krank und wird vielleicht nie wieder gesund", schluchzte sie plötzlich los. Jessica fühlte sich völlig hilflos. "Hab Vertrauen, bitte! Onkel Joe hat dich sehr lieb, er würde dich niemals im Stich lassen, egal was passiert. Und Naike und ich sind auch für dich da. Es wird alles wieder gut, ja? Und ich bin auch sicher, dass deine Mama dich sehr liebt. Sie wird sich sicher bald melden." Jessicas Stimme zitterte, die Kleine tat ihr unendlich leid.
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In der Nacht fand Joe seine kleine Nichte weinend neben Adams leerem Bett. "Komm mit, Engelchen, ich bringe dich wieder ins Bett. Papa ist nicht hier, er ist doch im Krankenhaus." Julia war völlig abwesend und ließ sich schlaff in ihres Onkels starke Arme fallen. Joseph dachte noch einmal über das Einzugsangebot von Jessica nach. Es würde ein bisschen eng werden, aber alleine konnte er Julia in ihrer Lage nicht gerecht werden. Eigentlich war die Idee also sehr gut. Wenn da nicht Naike wäre ...
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"Meinen Sie, das wird was bringen, Doc?", fragte Jessica zweifelnd. "Ich denke ja, so etwas hilft oft besser als Antidepressiva. Die lehnt sie ja eh ab, obwohl ich ihr verschiedene Sorten verschrieben habe, ich fand letztens alle Packungen unbenutzt im Müll. „Hast du ihn denn dabei, Quacksalber?", fragte Voodoo Mom frech. "Mensch, nenn mich nicht immer so, alte Voodoo-Tante!“, lachte Gilbert Blythe und Jessica wunderte sich, dass die beiden sich duzten. „Ich hab ihn im Auto und gehe ihn jetzt holen. Kommen Sie, Jessica!"
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Dr. Blythe übergab Jessica draußen ein kleines Bündel und sie lief damit durch den Sand.
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"Hallo Jessi. Weißt du was? Ich dachte mir gerade, es wäre schön, ein Aquarium zu besitzen. Das wäre irre entspannend. Man wird immer so schön dusselig, wenn man zu lange vor die Scheiben guckt." Jessica lächelte. "Keine schlechte Idee. Um dusselig zu werden kannst du dir aber auch gleich 'ne Tüte anstecken." – „Würde ich ja gerne, aber ich kann keinen Rauch inhalieren, es kratzt ekelhaft." – „Du, ich glaube, der Doc hat da eine bessere Idee als ein Aquarium oder Tüten, schau mal, was ich hier habe ..." Überrascht starrte Naike auf den kleinen weißen Welpen, der sich in Jessicas Hände gekuschelt hatte. "Oh Mann, das ist ja ... och, ist der süß!", sprang sie auf und nahm ihn zärtlich in ihre Arme. Jessica war schwer erleichtert, das war offenbar ein Volltreffer! Auch Voodoo Mom lächelte erfreut.
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"Und, Voodoo-Tante, hat sie ...?" – „Alles klar, Doc, sie ist eindeutig begeistert", zwinkerte Frau Jones dem jungen Arzt anerkennend zu.
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"Ist er nicht wundervoll?" - "Ja, das ist er. Magst du ihm nicht einen Namen geben?" Naike grinste. "Hat er schon. Er heißt Shakespeare." - "Shakespeare?“, lachte Gilbert, „das ist aber ein großer Name für so einen kleinen Hund." - "Na, er wächst doch noch! War das Ihre Idee, Doc?"
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"Sie sind wunderbar, vielen vielen Dank!" Liebevoll stellte Naike dem kleinen Shakespeare im Haus den von Dr. Blythe ebenfalls mitgebrachten Napf auf und füllte ihn mit Hundefutter allerbester Qualität. Und dann geschah ein kleines Wunder: Als der Kleine zu fressen begann, bereitete auch sie sich zum ersten Mal seit Tagen eine Schüssel heiße Haferflocken-Suppe und sie schmeckte ihr sogar wieder richtig gut.
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Am nächsten Morgen klingelte Joseph schon früh an der Tür der Simlane 10 und die Jessica öffnete. "Guten Morgen, Joe! Mensch, bist du früh, ich bin ja noch im Hemd!“, schämte sie sich ein bisschen. Naike ist aber schon wach, willst du sie jetzt schon zum Krankenhaus-Besuch abholen?“ Joe sah für einen Moment zu Boden, er hatte verquollene Augen und wirkte verstört. „Was ist? Was guckst du so komisch? Du siehst richtig schlecht aus!", bemerkte sie besorgt seinen Zustand. Seine Augen füllten sich mich Tränen, als er sie ansah. "Jessica - Adam ist tot."
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Kapitel 6 - Gegeben und wieder genommen Kapitel 8 - Girl interrupted
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